Blog des Monats

Im Juni 2011 haben wir im Soester-Anzeiger über unser Schützenfest „gebloggt“. Die Beteiligung und die Resonanz aus der Leserschaft war sensationell. Alle Einträge – es sind über 40 – sind auf vielfachen Wunsch unten nochmals aufgeführt. Viel Spaß beim Lesen…

Herzlich Willkommen !

Liebe Leserinnen und Leser,
im Juni will sich die Schützenbruderschaft St. Vinzentius Echthausen hier einmal vorstellen. Wir möchten Ihnen einen Einblick in unsere Aktivitäten, vor allem aber in die Vorbereitung auf unser Schützenfest geben. Jedoch ist der Monat Juni auch von vielen Feierlichkeiten gekennzeichnet: Schützenfest unserer Freunde aus Wimbern, ebenso der Besuch beim Fest der  Voßwinkeler Schützenbruderschaft, die neue Fronleichnamsprozession, das Jungschützenfest und auch der Namenstag unseres Ehrenpräses Pastor Bornhoff – ein umfangreiches Programm.

 Begleiten Sie uns durch diesen Monat. Wir versuchen die Aspekte des Schützenwesens aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten. Und natürlich freuen wir uns, wenn Sie unsere Feste besuchen und mit uns Feiern. Denn stellen Sie sich vor: Es ist Sommer und kein Schützenfest – unvorstellbar!

 Mit freundlichen Grüßen

Schützenbruderschaft St. Vinzentius Echthausen

Schützenwallfahrt am 28.05.2011

Am Samstag den 28.05. fand die traditionelle Wallfahrt der Schützenbruderschaften des Sauerländer Schützenbundes nach Werl auf dem Programm. Zusammen mit unserem Königspaar Hans-Werner und Monika Belz starteten wir ab 17:00 Richtung Wallfahrtsbasilika in Werl. Dort nahmen wir zusammen mit vielen weiteren angereisten Schützenvereinen an der Messe teil. Im Anschluss an die Messe bot sich noch die Gelegenheit für ein ganz besonderes Foto: Das Echthauser Königspaar zusammen mit dem Weihbischof Mathias König.
Die Wallfahrt der Sauerländer Schützen findet traditionell alle drei Jahre statt. Auf Grund des besonderen Jubiläums wurde allerdings der diesjährige Termin um ein Jahr vorgezogen.

Gedanken zum Start in die Schützenfestsaison 

Pfarrer Heribert Ferber bloggt über seine Erlebnisse im vergangenen Schützen-Jahr und blickt nach vorne auf die anstehenden Schützenfeste in der Gemeinde Wickede (Ruhr).

Liebe Leser, 

Ich freue mich sehr auf das Schützenfest in Wimbern. In diesem Jahr vielleicht mit einigen Hindernissen. Da ist zum einen die B 63, die nun erneuert wird. Echthausen wird da zum „Zentral-Ort“, weil viele von uns über Echthausen nach Wimbern fahren müssen. Da ist zum anderen meine „Hutsammlung“. Ich hoffe, es passiert mir nicht wieder, dass ich mit einem falschen Schützen-Hut aufkreuze. Dann wird der Hauptmann der Schützenbruderschaft St. Vincentius sicherlich nicht so glimpflich mit mir verfahren. In Echthausen konnte im letzten Jahr die Hutverwechslung mit einer Runde vergolten werden. Hoffentlich kommen viele nach Wimbern. Es ist schön, dass auf jeden Fall die drei Wickeder Schützenbruderschaften miteinander feiern. MITEINANDER: das war ja auch das Motto des 1. gemeinsamen Pfarrfestes in Echthausen. Die Bruderschaften machen es vor. Nur so geht es: nicht gegeneinander, sondern mur miteinander. Es ist mein Wunsch, dass wir eine gute Gemeinschaft bilden und sind. Eine Einheit, wie ich sie ablese bei den drei göttlichen Personen der Heiligsten Dreifaltigkeit. Eine solche göttliche Gemeinschaft können wir Menschen niemals bilden. Hieran sollten wir uns aber zumindest orientieren. Das sollte für uns Christen Maßstab unseres Lebens sein.

Ich wünsche uns allen ein schönes und harmonisches Schützenfest.

Herzliche Grüße und einen schönen Feiertag
Ihr
Pastor und Präses Heribert Ferber

Viel los im Dorf 

Der Terminkalender der Schützen ist voll wie selten. Vorstandssitzung, Schützenwallfahrt, Pfarrfest. Dazu der Auf- und Abbau unseres Schützenzeltes wahlweise auf dem Schützenplatz (Pfarrfest) bzw. auf dem Sportplatz (Sportfest). Doch genau für solche Anlässe ist das Zelt ja auch da. Ehrensache dass wir das Zelt gerne ausleihen und aufbauen. Gerade beim 100jährigen Jubiläum vom TUS. Sind doch viele von uns Schützen jahrelang auch beim TUS aktiv gewesen oder noch aktiv. Unser Oberst ist mit unglaublichen 751 Einsätzen für den TUS  sogar auf Rang 2 der ewigen Bestenliste geführt.

Das Sportfest startete gestern mit einem gelungenen Festgottesdienst und einer tollen und emotionalen Eröffnungsrede vom 1. Vorsitzenden Detlef Eickenbusch. Bei bestem Wetter und einem sehr guten Besuch startete das Sportfest mit den Leichtathletik Meisterschaften der Kinder. Viele von uns waren natürlich auch vor Ort. Sei es als Starter beim 50-Meter-Lauf, als mitfiebernder Vater, als Musiker beim Musikverein oder einfach nur als Besucher. Heute Abend sieht das dann schon wieder anders aus:

Beim Biathlon der Echthauser Vereine werden wir gleich mit zwei Teams an der Start gehen. Hier wird sich dann endgültig herausstellen ob wir wirklich gute Schützen sind….

Um 17.00 Uhr geht’s los mit dem Einschießen – um 18.15 startet dann „Team Schützen 1“ mit dem ersten Lauf…

Morgen berichten wir an gleicher Stelle vom Ergebnis des Biathlons…

Thorsten Donner

Schützen beim Biathlon am Start

Im Rahmen des Sportfests zum 100-jährigen Jubiläum des TUS Echthausen fand gestern ein Spaß-Biathlon statt. Zunächst erst einmal ein ganz großes Kompliment an die Veranstalter – eine erstklassige Veranstaltung! Ich denke, alle Teilnehmer hatten viel Spaß und hoffe, dass es eine Wiederholung gibt.
 
Die Schützenbruderschaft nahm mit 4 Mannschaften teil. Man muss sagen, dass die Jungschützen deutlich erfolgreicher waren als die älteren Schützenbrüder. Während Team 1 der Schützenbruderschaft schon in der Vorrunde ausschied, musst das 2. Team in der Zwischenrunde die Segel streichen. Da bleiben wir lieber unserem Motto „Glaube – Sitte – Heimat“ treu und überlassen das Schießen, denen, die es können. Die Jungschützen hingegen haben beide Teams in die Finalläufe gebracht.Team 1 erreicht immerhin einen Trostpreis (4 Wasserpistolen), das 2. Team der Jungschützen war die beste einheimische Mannschaft und schaffte es mit Platz 3 sogar in die Geldränge. Ein Glückwunsch an die Zweitplatzierten, der Jungen Union aus Wickede, und an die Sieger, der Damenfußballmannschaft des TUS Wickede. Anschließend wurde noch zünftig zu den Klängen der Oldie Band unter dem Zelt gefeiert.

Heute startet das Schützenfest unserer Freunde aus Wimbern. Morgen ist die Schützenbruderschaft mit unserem Königspaar Monika und Hans-Werner Belz, dem Hofstaat und den Jungschützen im Festzug dabei. Ich wünsche der Schützenbruderschaft St. Johannes Wimbern ein tolles Schützenfest.
 
Stefan Reszel

Wir lassen Wimbern nicht alleine im Regen stehen!

Die Eröffnung der Schützenfestsaison hatten wir uns dann doch etwas anders vorgestellt. Die ganze Woche herrschte das herrlichste Sommerwetter. Der Telefonkettenanruf „wir gehen ohne Jacke“ war eigentlich nur noch Formsache. Bis dann aber am Sonntag Mittag der große Regen kam. Glück im Unglück das der Festzug auf Grund der Bauarbeiten nicht bei „Korten Karl“ sondern direkt an der Halle starten sollte. Pünktlich um 14:00 Uhr an der Halle angekommen, trafen wir nicht nur auf unsere befreundeten Bruderschaften aus Vosswinkel und Wickede sondern auch auf fragende Gesichter aus den Vorstandsreihen der Wimberner Schützen. Die Entscheidung den Festzug abzusagen war letztlich die Richtige.

Gerade wenn man an die Kleider und Frisuren der Damen denkt. Niemand hätte Spaß gehabt alleine durch Wimbern zu marschieren und sich Kleider und Frisuren zu ruinieren. Und so nahm es der neue Brudermeister Gerri Schulte auch mit dem notwendigen Humor und ließ das Königspaar mit „Licht und Musik“ von der Feuerwehr zur Halle fahren. Dort erfolgte ein kurzer Einzug des Königspaares samt Hofstaat und nach gelungenen Reden von Brudermeister und König wurde der gesellige Teil des Tages eingeläutet.

Zu den Klängen der Musik wurde gesungen und getanzt; die Halle war voll, die Stimmung super und das schlechte Wetter schnell vergessen. Unser Königspaar Hans-Werner und Moni reihte sich in die Schar der Gratulanten ein und übergab dem Wimberner Königspaar unser Geschenk: ein Präsentkorb aus dem Echthauser Hofladen. Sicherlich nützlicher als der sonst übliche Blumenstrauß. 

Am späten Nachmittag war dann auch endlich der Regen vorbei und so konnte auch draußen munter weitergefeiert werden. Alles in allem ein wunderbarer Auftakt – wenn auch mit kleinen Schönheitsfehlern – in die heiße „Schützenfest“-Phase. Für uns geht es dann in 14 Tagen nach Vosswinkel. Zunächst einmal drücken wir aber natürlich den Wimberner Kollegen die Daumen, dass  beim heutigen Vogelschießen das Wetter mitspielt.

Wimbern hat einen neuen Schützenkönig!

Der „kurze Dienstweg“ funktioniert bestens. Soeben vermeldet die stellvertretende Bürgermeisterin Gertrud Martin das Ergebnis des Vogelschießens aus Wimbern:

Andi Giese heißt der neue Schützenkönig der St. Johannes Bruderschaft.

Wir gratulieren herzlich und freuen uns über den Besuch des neuen Königspaares samt Hofstaat bei uns in Echthausen

Schützenkönig ein Auslaufmodell?

Immer wieder liest man in der Zeitung von Bruderschaften, die enorme Probleme habe, einen Schützenkönig zu finden. In Echthausen ist dies nicht anders. Allen in Erinnerung geblieben ist mit Sicherheit noch das Jahr 2003, als der Festzug schon wieder auf dem Weg zur Halle war – ohne König! Erst dann befreite uns der Schützenbruder Stephan Bürger aus dieser misslichen Situation.

Positiv ist beim Blick auf dieses Thema in unserer Schützenbruderschaft zu erwähnen, dass in den letzten Jahren auch die Jugend beherzt zugeschlagen hat. Es ist doch angenehmer mit Deutschlands jüngstem Schützenkönig in der Bild-Zeitung abgebildet zu sein als z. B. die Überschrift „Echthausen ohne König“ lesen zu müssen.

Man kann es aber nicht leugnen: Der Titel des Schützenkönigs ist mit Aufwand verbunden. Jedoch lässt sich die finanzielle Belastung durchaus selbst regulieren. In Lohne ist der Schützenkönig jetzt hergegangen und verzichtet auf den Hofstaat (siehe anliegenden Bericht des Soester Anzeigers vom 04.06.11).

zum Bericht …

Somit entfallen für die Hofstaatpaare die Kosten für die festliche Garderobe und für das Königspaar entstehen keine Kosten für den Blumenschmuck der Hofstaatdamen. Wäre das auch in Echthausen möglich? Ich fänd es positiv, wenn es sich jemand traut! Ein weiterer Punkt, der in dieser Diskussion immer wieder auftaucht, ist der Königsball. Er ist eine freiwillige Veranstaltung des Königspaares, also kein Muss! Auch eine Feier im kleineren Rahmen z. B. als Dankeschön für Helfer und ggf. Hofstaat ist denkbar.

Natürlich kann jetzt jeder sagen, der Reszel hat gut reden. Hinter dem Königspaar Justine und Stefan marschierte seinerzeit ein großer Hofstaat und ein Königsball wurde seinerzeit ebenfalls veranstaltet. Ja – das stimmt. Und ich habe mir damals diese vorgenannten Fragen nicht unbedingt gestellt. Jedoch stehe ich zu meinem Wort, dass jedes Königspaar die Möglichkeit hat, an der einen oder anderen Schraube im Gesamtgefüge zu drehen. Und nicht nur ich, auch der gesamte Vorstand ist bereit über Maßnahmen zu sprechen, welche das Amt des Schützenkönigs wieder attraktiv für jeden Schützenbruder macht. Ein Auslaufmodell sollte der Schützenkönig auf keinen Fall werden. Denn das Jahr macht Spaß. Das werden Euch alle Königspaare unserer Bruderschaft bestätigen können. Also Schützenbrüder, traut Euch!

Stefan Reszel

Schützen kurios Teil 1

In dieser Rubrik berichten wir „dann und wann“ über kuriose Geschichten rund um das Thema Schützenwesen. Diese haben zwar mit Echthausen thematisch wenig zu tun, sorgen aber an dieser Stelle sicherlich für eine teils humorvolle, teils kritische Abwechselung. Blicken wir also heute nach Nettelstädt bei Rüthen.

Freizügiges Motiv der Hochfest-Werbung stört den Dorffrieden. Außerordentliche Vorstandssitzung entscheidet: Die Plakate bleiben hängen:

NETTELSTÄDT Hohe Wogen schlägt in den Ortschaften Hoinkhausen, Nettelstädt und Weickede seit einigen Tagen ein Plakat, das auf das Schützenfest der drei Orte vom 11. bis 13. Mai hinweist. So wirbt ein unter einer Schützenjacke halbverstecktes Damen-Dekollete, für das Schützenhochfest in Nettelstädt. Seit die ersten Exemplare an schwarzen Brettern und Bäumen zu finden sind, gibt es große Diskussionen zwischen Befürwortern und Gegnern dieses neuartigen Designs, waren die Werbeplakate der letzten Jahre doch immer eher schlicht gehalten. Aus Sicht der Initiatoren, die für die neue Plakat-Gestaltung verantwortlich sind, war es an der Zeit „mal was anderes zu machen, neue Wege zu gehen und sich von anderen abzuheben.“ Auch sollte der Werbeträger „nicht zu ernst genommen werden“, sondern vielmehr als „eine zum Schmunzeln anregende Persiflage auf das moderne Werbezeitalter“ gesehen werden.
Dem Vorwurf, dass einigen Vereinsmitgliedern durch dieses anzügliche Bild der Bezug zum Schützenfest und vor allem zu den Werten „Glaube, Sitte und Heimat“ fehle, kontern die Initiatoren damit, dass „durch die abgebildete Schützenjacke sehr wohl ein Bezug zum Verein“ hergestellt werde. Das Foto sei zudem „künstlerisch anspruchsvoll und in Zusammenarbeit mit einem Grafiker einer renommierten Lippstädter Werbeagentur entstanden.“ Auch sei das Plakat keinesfalls „billig oder frauenfeindlich“, wie von einigen Plakatgegnern zu hören war. „In TV-Werbespots wird heutzutage viel mehr nackte Haut gezeigt“, sind sich die Plakat-Gestalter einig. „Selbst einige Hofdamenkleider gewähren tiefere Einblicke.“
Auf einer außerordentlichen Vorstandssitzung sollten Argumente für und gegen das neue Plakat diskutiert werden. Dass es neben einiger Zustimmung aus den Reihen des Vorstandes auch nach wie vor Kritik gibt, stellte Oberst Josef Biene heraus, der sich klar vom neuen Werbe-Motiv distanziert.
Biene kritisierte vor allem das „eigenmächtige Handeln“ der Initiatoren und verwies auf die Werte des Schützenwesens „Glaube, Sitte und Heimat“, die „in keinerlei Bezug zu dem Werbeträger stehen.“ Dennoch einigte sich die Versammlung darauf, die umstrittenen Plakate als Werbung für das anstehende Schützenfest hängen zu lassen.

Familie Deux blogt aus Bayern

 Bald ist es wieder soweit. Endlich ist wieder Schützenfest!  Auch wenn wir seit 2,5 Jahren nicht mehr in Echthausen wohnen und eine Anreise von ca. 500 km haben, kommen wir gerne. Als ehemalige Echthauser treffen wir viele Leute, die man bei den sonstigen Heimatbesuchen nicht treffen kann.  Es freut uns besonders, dass Andreas und Mira Giese in Wimbern Königspaar geworden sind. Da haben wir endlich wieder Majestäten in der Verwandtschaft! 

Aber bevor es soweit ist, feiern wir erstmal den vierten Geburtstag unserer Tochter Annika. Sie freut sich schon auf ihren Geburtstag. Danach fiebert sie dem Schützenfest entgegen. Schließlich war sie mit zwei Wochen im Jahr 2007 das erste Mal dort und hat seelenruhig neben der „dicken“ Pauke geschlafen. Jetzt marschiert sie stolz mit ihrem Papa beim Festzug mit. Außerdem freut sie sich auf die Blasmusik und will Tanzen. Im Gegensatz zu unserer Tochter ist unser Sohn Jonas ein gebürtiger Bayer. Aber auch er wurde im vergangenen Jahr mit einem halben Jahr auf das Schützenfest mitgenommen. Er steht auch total auf Blasmusik und freut sich riesig, wenn er eine Blaskapelle sieht und hört. Ich bin mal gespannt, wie er in diesem Jahr reagieren wird. Denn mit 1,5 Jahren bekommt er jetzt schon eine ganze Menge mit.  Wenn wir dann mit Sack und Pack anreisen, ist das Auto randvoll. Schließlich brauchen wir alle für jede Witterung Anziehsachen. Und auf dem Weg nach Echthausen wird dann im Auto auch flotte Marschmusik gehört. Dies ist Annikas Lieblings-CD, die wir ihr irgendwann mal gekauft haben. Auch jetzt hören wir sie schon und Annika und Jonas tanzen mit.  

Unsere Mitbürger in Bayern finden die Sauerländische Bierkultur schon lustig. Insbesondere die Biergläser ernten so manchen witzigen Kommentar. Einige aus dem Dorf haben angekündigt, dass sie sich dieses Treiben mal gerne anschauen möchten. Mal sehen, wenn mal eine Deisenhofener Delegation mitkommt.  Wir können nur sagen, wir kommen gerne wieder heim, um Schützenfest zu feiern. Mitmarschieren, Polonaise mitgehen, Kindertanz tanzen, Quadrille tanzen, mit netten Menschen quatschen, die Spannung, wer den Vogel abschießt, Fröschelkes, und, und, und.  Bis zum Schützenfest! Thomas, Ute, Annika und Jonas Deux aus Deisenhofen (Bayern)  

P.S.: Natürlich haben wir auch den Schützenfest-Newsletter abonniert und schauen auch bei Facebook mal rein.

Neu im Schützenvorstand

Anfang des Jahres wurde ich von Vorstandsmitgliedern angesprochen, ob ich mir vorstellen könnte, im Vorstand mitzuarbeiten. Nach kurzer Überlegung und Absprache mit meiner Frau, hab ich zugesagt.
Es gab danach positive aber auch negative Reaktionen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis. Aber ich hatte mich entschlossen: Ich mach´s.
Bis jetzt bin ich auch immer herzlich von den Vorstandsmitgliedern aufgenommen worden.
Arbeitseinsätze gab es für mich in der Zeit auch schon: Den Theken Ab- und Aufbau in der Halle sowie das Dorfreinigen. Den ersten Marsch in Uniform beim Fest in Wimbern hätte ich auch fast hinter mich gebracht. Der Regen machte aber einen Strich durch die Rechnung. Ein neuer Versuch kann dann aber nächste Woche beim  Schützenfest in Vosswinkel gestartet werden. Und dann geht es auch schon an die  Vorbereiten für unser Schützenfest Anfang Juli. Ich freu mich drauf, es mal aus der Sicht eines „Vorstandsmitgliedes“ zu erleben.
 
Uns allen wünsche ich eine gute Zusammenarbeit für die nächsten Jahre im Sinne von GLAUBE-SITTE-HEIMAT.
 
M. Tigges

Der Präses sieht rot. 

Liebe Leser,
„Rot, rot sind die Rosen…“  An dieses bekannte Lied musste ich denken bei dem „Rot“, das ich in den letzten Tagen gesehen habe: z.B. beim Geburtstagsempfang unserer Küsterin Dorothee Hagenschulte oder beim wunderschönen Kostüm der Jubelkönigin in Wimbern, Frau Coerdt. Das Kostüm habe ich kurzerhand „Kardinalskostüm“ genannt.

Rot hat die Schützenbruderschaft in Wimbern nicht gesehen. Sie blieben ganz ruhig – trotz des schlechten Wetters. Das hat auch der überaus guten Stimmung im Feuerwehrgerätehaus nicht geschadet. Im Gegenteil: kurzerhand wurde ein Konvoi von mehreren Feuerwehrfahrzeugen organisiert. Davon wird man in Wimbern bestimmt noch nach Jahren erzählen.

Rot habe ich selbst auch nicht gesehen. Obwohl ich einen „Hänger“ hatte, wie König Michael mir sagte. Denn bei der Begrüßung fiel mir nicht der Vorname von Königin Manuela ein. Ich hoffe, dass ich dies ein bißchen gut machen konnte bei der ökumenischen Morgenandacht am Montagmorgen.

Rot allerdings sehen wir am Wochenende. Denn dann feiern wir Pfingsten. In meiner Vikarsstelle fragte ich die Kinder nach den höchsten Festen. Antwort der Kinder: Ostern, Weihnachten und Schützenfest. Da sagte doch Brudermeister Gerry Schulte so schön: Schützenfest ist, wenn Weihnachten und Ostern zusammenfallen.

Ich möchte am Wochenende gerne Rot sehen. Denn dieses Fest macht mir Mut: als Kirche brauchen wir den Heiligen Geist, der uns immer wieder anschiebt und uns neue Impulse schenkt.

Ein frohes Pfingstfest wünscht Ihnen

Ihr Pfarrer und dreifacher Schützenpräses

Heribert Ferber

Schützen kurios – Teil 2

Jeder feiert sein Fest anders. Natürlich ist auch jeder Schützenvogel anders. Unser Vogelbauer Erhard Hockenbrink bestückt den Schützenvogel in jedem Jahr mit Details, welche auf das Königspaar des vergangenen Jahres hinweisen. Das ist eine nette Geste. Aber was würden die Echthauser sagen, wenn sie einen Vogel, wie ihn die Frauen der Schützenbruderschaft Opmünden gefertigt haben, im Kugelfang vorfinden?
 
Stefan Reszel

Freibierfest: – Für und Wider !

In Echthausen feiert man traditionell ein Freibierfest. Der Preis für Getränke (hier: auch alkoholfreie Getränke) wird einmalig mit dem Festbeitrag entrichtet. Gemäß der Idee der Vorväter kann so jeder – ohne auf den „Taler zu achten – in fröhlicher Runde zusammen feiern. Der Druck eine „Runde“ holen zu müssen besteht somit nicht. Das fördert die Kommunikation und das Miteinander, da man an jeder Ecke auf dem Schützenplatz stehen bleiben kann um mal „schnell“ ein Gläschen zu trinken.

Neue – sonst wahrscheinlich nicht mögliche – Gesprächsrunden finden sich so zusammen. Jung und Alt sitzen gemeinsam bei dem ein oder anderen Getränk zusammen. Wer nun denkt das das Freibier zu vermehrten „Ausfällen“ führt dem sei gewiss: genau das Gegenteil ist der Fall!.

Um aber das Fest für auswärtige Gäste interessanter zu gestalten wurde im Jahr 1972 das Freibier am Samstagabend abgeschafft. Sonntags und Montags wird es jedoch nach wir vor in den beliebten 0,1-Freibiergläsern ausgeschenkt.

Natürlich gibt es aber auch kritische Stimmen. So kann man nicht „mal eben“ zum Schützenfest gehen um ein Würstchen zu essen oder in Ruhe ein  paar Bier trinken. Neubürger und Gäste werden durch die hohen Preise abgeschreckt; der Ruf „Echthauser feiern lieber unter sich…“ macht gerne mal die Runde.

Auf diese Stimmen haben wir bereits vor ein paar Jahren reagiert und die „Schnupperstunde“ eingeführt. Für nur fünf Euro sind alle Gäste gerne willkommen um nach den Festzügen am Sonntag und Montag Echthauser Schützenfestluft zu „schnuppern“. Wer anschließend gefallen gefunden hat der zahlt sicherlich auch gerne den kompletten Eintritt. Wer nicht – der geht wieder! Einfach und fair für alle.

Unsere Eintrittspreise an den Freibiertagen sind im Vergleich zu anderen Schützenfesten sehr günstig und seit Jahren stabil. Immer wieder kommen aber natürlich auch Gäste und versuchen mit den üblichen Argumenten Preise zu verhandeln. „Ich trinke nicht so viel.“ , „Ich muss noch fahren“, „Ich bleibe nur bis halb acht“. Denen sei gesagt: der Eintritt hat nur bedingt etwas mit der Menge an Freibier (oder alkoholfreien Getränken) zu tun, die man in der Lage ist in einer bestimmten Zeit zu konsumieren. Vielmehr ist es eine Tatsache, daß in diesem Jahr die Ausgaben für die Musik höher sein werden als die Kosten für Getränke  Die Aussage „ich höre nicht hin wenn die Musik spielt“ gab es aber noch nie.
So ist es also eine nicht ganz einfache Aufgabe unser Fest attraktiv für alle zu gestalten. Die liebgewonnene Tradition des Freibiers zu erhalten ohne interessierte Gäste und Neubürger von vorneherein auszuschließen. Die Preise so zu gestalten , dass es für jedermann erschwinglich ist „unser Fest“ zu feiern, ohne jedoch als Verein in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten.

Wir geben uns Mühe allen Wünschen gerecht zu werden. Der Erfolg der „Schnupperstunde“ in den letzten Jahren gibt uns sicherlich recht. Andererseits hoffen wir aber auch auf Unterstützung unserer Schützenbrüder: die Schnupperstunde sollte ausschließlich Gästen vorbehalten bleiben. Als Mitglied muss ich nicht mehr „schnuppern“. Als Mitglied unterstütze ich meinen Verein um dauerhaft ein Schützenfest „für die ganze Familie“ zu ermöglichen. Oder etwa doch nicht?

Thorsten Donner

Wenn das Trömmelchen geht!

Unsere „rasende Reporterin“ Christa Schulze blogt über Ihre Erinnerungen an das Echthauser Schützenfest unter dem Motto:

Schützenfest – früher und heute

Schützenfest – ja, das Wochenende kommt unaufhörlich näher und in meinen Ohren klingelt es schon. Ehrlich gesagt, ich höre schon die vielen Lieder, die die Musikkapellen spielen und natürlich die wunderschönen Melodien der einzelnen Quadrille – Stücke. Ich gehe natürlich auch in die Schützenmesse, weil sich die Messe mit Blasmusik auch viel schöner anhört und nach der Messe am Ehrenmal – da erklingen dann ganz besondere Stücke, die so ziemlich „ins Herz“ gehen. Bei „ich hatt einen Kameraden“ bekommt jeder schon ein bisschen Gänsehaut, oder?

Und das ist heute genau wie früher so
 – Schützenfest verbinde ich in erster Linie mit der Musik

Früher– für uns als Kinder war natürlich Schützenfest neben Weihnachten wohl das höchste Fest und es war ganz toll, wenn man von den Erwachsenen Süßigkeiten am Stand gekauft bekam, meist nach dem Kindertanz, wenn die Melodien alter Kinderlieder wie „Fuchs Du hast die Gans gestohlen“ ertönten und viele andere Lieder, die wir als Kinder im Kreis gemeinsam mit den Erwachsenen tanzen und „hopsen“ konnten.

Besonders freute ich mich als Kind, wenn meine „Groß“ Onkel`s – sei es Meyers Heine (Heinrich Meyer von der Schmiede) oder Bauerdick`s Kaspar, jeweils die Geschwister meiner Großeltern, mir Geld gaben nach dem Motto „Mächen, hier da kannse Dir was Schönes kaufen.“

Später – als Jugendliche war natürlich für uns der Montag der Höhepunkt mit den Fröschelkes und „Oh Du lieber Augustin“ (Ob man wohl in den Kreis kam und geküsst wurde?) und wenn man einerseits gerne weggelaufen wäre vor dem Eimer Wasser, aber es als gegeben hinnahm, wenn das Wasser über einem ausgeschüttet wurde.

Aber für mich war und ist in erster Linie die Schützenfestmusik, die Blasmusik, die dort auf dem Platz und beim Umzug und am Ehrenmal gespielt wurde, das Schönste.

Unvergesslich sind die vielen Stunden die ich als kleines Kind auf der Bühne zwischen meinem Onkel und seinem Nachbarn, einem „alten“ (in meinen Augen jedenfalls) Musiker – jedenfalls, wenn ich stundenlang zwischen den beiden „Tenorhörnern“ sitzen durfte. Dort konnte ich hautnah der Musik lauschen und auch auf dem Notenblatt lesen, wie das Stück hieß, das dort gespielt wurde. Es waren viele Märsche oder vielleicht Musicalstücke wie z:B. Melodien aus „My fair Lady“ und viele andere Musikstücke, die gerade aktuell oder die eben traditionell waren.

Montagmorgens saßen die Musiker natürlich draußen, da sich ja alles vor dem Zelt und auf dem Platz abspielte und ich saß, wenn ich wollte, dann auch bei der Musik. Die Musikkapelle hieß übrigens „Stadtkapelle Neheim“. Leider hat diese Kapelle sich schon vor vielen Jahren aufgelöst.

Und viele Jahre später war ich dann besonders erfreut und auch stolz, als mein Sohn sich sein Hobby aussuchte – er lernte mit 6 Jahren Trompete spielen, als Jugendlicher spielte er dann Horn und auch er spielte im Musikverein mit und so bot sich oftmals die Gelegenheit, beim Proben, bei Musikfesten und Schützenfesten, Musik zu hören und zu genießen.

Ganz toll finde ich es, dass sich vor mehr als 10 Jahren auch in Echthausen ein Musikverein gegründet hat und somit auch viele Kinder hier im Dorf dieses tolle Hobby pflegen dürfen, ein Instrument zu spielen.

Also – bald ist es wieder soweit, dann hören wir das „Trömmelken“ und die Musik erklingt im Dorf, in der Kirche, auf dem Schützenplatz, in der Halle und alle singen dann mit beim Lied:

Auf die Vogelwiese geht der Franz…. und viele tanzen dann wieder abends „die Quadrille“

Natürlich ist auch vieles andere am Schützenfest schön, dass man z.B. Menschen trifft, die man nur auf dem Schützenfest trifft, weil sie extra von weit her kommen und für mich ist immer wieder faszinierend, wie sich besonders die Kinder nach einem Jahr verändert haben, die im letzten Jahr noch im Kinderwagen saßen.

Schuetzen kurios Teil 3: Das Double

Unglaublich aber wahr. Im Sauerland gibt es echte Helden

Was am Montag­mittag beim Vogel­schießen der St.-Huber­tus-Schüt­zen­bru­der­schaft passierte, ist sicher sehr selten zu finden im Sauer­länder Schüt­zen­wesen. Nachdem das Züschener Vorstands­mit­glied Sebas­tian Wingen­bach vor vier Wochen in Silbach schon den Vogel abge­schossen hatte, konnte er sich die einma­lige Gele­gen­heit nicht entgehen lassen, auch in Züschen das hölzerne Wappen­tier aus dem Kasten zu holen.

 Zu seiner Königin erkor der 26-jährige angehende Steuerberater natürlich wieder seine Freundin Sarah Zimmermann aus Silbach. Mit dem 554. Schuss gelang ihm der zweite Königstreffer innerhalb eines Monats.

 

Alois Schauerte wurde Vizekönig

Besonders freute dies auch den Musikverein Züschen, im 100. Jahr seines Bestehens, ein aktives Mitglied als Regent der Schützen zu feiern. Mit ihm unter der Vogelstange stand bis zum Schluss Alois Schauerte, der somit Vizekönig wurde.

Die Krone hatte zuvor schon Mike Welschhoff, das Zepter Jürgen Niggemann und den Apfel Richard Völlmecke geschossen. Bereits am Samstag wurde Sven Oberließen neuer Jungschützenkönig.

Ein rundum gelungenes Fest bei kühlerem, aber perfektem Schützenfest-Wetter, fand erst in den frühen Stunden des Dienstagmorgens seinen Ausklang. Der Musikverein Altenbüren war wieder ein Garant für beste Stimmung.

Eine letzte Runde Eierbier

Eierbier gab es bis Anfang der siebziger in Echthausen auf dem Schützenfest.

Es diente vor allem als „Freibier“ für die Frauen, denen das richtige Bier zu herb war. Der Zucker sorgte für den süffigen Geschmack und dafür das die Frauen schnell in Partystimmung gelangten. Vielleicht ein Grund warum die Zubereitung des Eierbiers irgendwann eingestellt wurde. Das Montagliche Mittagessen für die Schützenbrüder war stark gefährdet.

Das Rezept für 50 Personen gem. Dr Oetker Backbuch von 1932 :

Zutaten für 50 Portionen

  • 12 1/2 l Bier
  • 1000 g Zucker
  • 12 1/2 Zitrone, Schale davon
  • Zimt oder Ingwer
  • 25 Eigelb

Zubereitung:

Das Bier wird nach Geschmack gesüßt und mit etwas Zitronenschale, einem Stück Zimt oder Ingwer fast zum Kochen gebracht. Dann werden die verquirlten Eigelb hineingerührt und das Getränk schaumig geschlagen.

Jungschützenfest im Golddorf

Am kommenden Freitag ist es mal wieder soweit: Jungschützenfest im Golddorf!!! Das Fest hat sich etabliert. Immer wieder gern treffen sich alle, die es kaum noch bis zum „großen“ Schützenfest abwarten können. Sie schauen, ob das Zelt schon steht, die Zapfanlage unter dem Zelt auch richtig funktioniert und ob auch sonst alles in Ordnung ist. Und jedes Jahr geben sich die Jungschützen die größte Mühe, für alle ein schönes Fest zu veranstalten. Da laufen die Planungen schon Wochen vorher: Der Vogel wird in Auftrag gegeben, die Speisen und Getränke müssen bestellt, Einladungen an befreundete Jungschützengruppen, Königspaar und weitere Gäste ausgesprochen und viele weitere kleine Details müssen berücksichtigt werden. All das läuft in harmonischer und ungezwungener Atmosphäre.
 
In 2011 hat das Fest etwas Besonderes zu bieten: Die Jungschützengruppe feiert ihr 20-jähriges Bestehen. Daher ermitteln alle ehemaligen Jungschützenkönige wieder ihren Kaiser. Wer wird Markus Topp folgen, der sich vor 10 Jahren diesen Titel sicherte? 20 Jahre Jungschützen zeigen aber auch, dass sich die Einrichtung dieser Gruppe für den Verein in vollem Umfang gelohnt hat. Sie sind mittlerweile aus dem Dorfleben nicht mehr wegzudenken. Die jungen Schützen beteiligen sich an den Aktivitäten des Vereinsrings,  führen zusammen mit dem Schützenvorstand jedes Jahr die Aktion „Sauberes Dorf“ durch und haben seit dem letzen Jahr auch die Pflege des Mariendenkmals am Friedhof zu ihren Aufgaben hinzugefügt. Auch nicht unwesentlich ist, dass schon 4 Schützenkönige vorher aktive Jungschützen waren oder es noch sind!
 
Neben dem Kaiser der Jungschützen wird es natürlich auch wieder einen neuen Jungschützenkönig geben. Timo Eickenbusch hat sich im letzten Jahr die Königswürde gesichert und sichtlich Spaß an dieser Aufgabe gehabt. Ein Dankeschön an Dich, Timo! Auch Dein Nachfolger wird mit Sicherheit ein schönes Jahr verleben.
 
Also auf zum Jungschützenfest am kommenden Freitag ab 19:00 Uhr unter dem Zelt an der Halle! Wie in den vergangenen Jahren begleitet von den Klängen des Musikvereins Echthausen. Als besonderer Leckerbissen werden in diesem Jahre belgische Crêpes angeboten – aber warten Sie nicht zu lange, denn das Angebot gilt nur solange der Vorrat reicht. Wer sich schon einmal ein Bild von dem „großen“ Vogel machen möchte, welchen er am Schützenfestmontag erlegen will, hat bei der Vogeltaufe durch unser amtierendes Königspaar Monika und Hans-Werner Belz die allerbeste Möglichkeit dazu.
 
Die Jungschützen freuen sich über Ihren Besuch!
 
Stefan Reszel

Der Orden 2011 – das kriegen wir auf die Kette!

Die Plakate hängen – man hat´s gesehen. Das Motto des Jahres lautet „das kriegen wir auf die Kette“. Gemeint ist natürlich die Organisation des Schützenfestes – nach guter alter Tradition. Aber natürlich in erster Linie auch der aktuelle Königsorden.
Mit viel Liebe zum Detail gefertigt von Sabine Schulte, zeigt der Orden ein Tenorhorn und symbolisiert damit die Verbundenheit von König Hans-Werner zum Musikverein Echthausen. Der Kiepenkerl symbolisiert das Münsterland: Heimat von Königin Moni. Wieder einmal ist Sabine Schultemit diesem Orden ein kleines individuelles Kunstwerk gelungen was zukünftig unsere Königskette ziert.

NEU: Der Oberst in Voßwinkel

Unser Schützenoberst Gerhard Beckenbauer schreibt über seinen Besuch auf dem Schützenfest in Voßwinkel

Am vergangenen Sonntag haben wir das Schützenfest der befreundeten Nachbarschützenbruderschaft in Voß-winkel besucht. Dieser gegenseitige Besuch zum Fest hatschon eine  lange Tradition.

14:00 Uhr war Antreten zum Festumzug. Da wir meinen,dass die Schützen bei diesen Anlässen auch immer ihr Dorf repräsentieren, waren wir natürlich mit einer großen Abordnung nach Voßwinkel gefahren.Unser Königspaar Hans-Werner und Monika Belz mit  Hofstaat, der Jungschützenkönig Timo Eickenbusch mit der Jungschützengruppe, die Fahnenabordnungen und der gesamte Vorstand waren vertreten.

Aus meiner Sicht und auch aus der Sicht der Vorstandeskollegen  kann ich sagen, dass wir diese Nachbarschaftsbesuche sehr gerne wahrnehmen. Man kann, ohne große Verantwortung zu haben, unbeschwert mitfeiern und sich ohne Termindruck ausgiebig mit den Festbesuchern unterhalten und in Ruhe ein Bier trinken. Hierbei werden auch Erfahrungen ausgetauscht wie z. B. mit den Wimbernern, die ihr Schützenfest schon hinter sich haben. Der neue Brudermeister Gerry Schulte konnte von einem wunderschönen Schützenfest berichten.

Auch über die Eintritts- u. Getränkepreise wird gesprochen, Immer wieder sind Restaurationsbetriebe und Fahrgeschäfte Gesprächsthemen. Ich persönlich beobachte den Ablauf des Festes auf Neuigkeiten und Änderungen hin und frage mich, ob das eine oder andere  auch für unser Schützenfest in Echthausen geeignet ist. Zum Vergleich beobachte ich auch gerne den Ablauf der Ehrungen von verdienten Schützenbrüdern und Jubelkönigspaaren. 

 Um auf das Fest zurückzukommen:

Es war ein schöner, farbenfroher Festumzug ohne Regen….Die Stimmung war anschließend in der Schützenhalle bei guter Musik und Freibier wie schon beim Schützenfest in Wimbern ganz toll. Dazu trugen vor allen Dingen auch die anwesenden Königspaare bei.Besonders freut es mich, dass mein Schwager Hubert Rohde mit seiner Ehefrau Angelika in diesem Jahr das amtierende Königspaar in Voßwinkel ist. Am frühen Abend konnten wir noch mit mehreren Echthauser Kreisen die Sauerländer Quadrille mittanzen. Für einige von uns soll es noch sehr spät geworden sein.

Heute habe ich mir einen Tag Urlaub genommen und werde mir gleich das Vogelschießen ansehen. Nun blicken wir erwartungsvoll auf unser anstehendes Schützenfest, hoffen auf gutes Wetter sowie viele, frohgelaunte Festbesucher und freuen uns auch auf den Besuch der befreundeten Schützenbruderschaften.

 Gerhard Beckenbauer

(Schützenoberst)

Kinder an die Macht

Unser Präses Pastor Ferber schreibt in seinem dritten Blogbeitrag über den Schützennachwuchs:

Es ist schön, dass sich auch Kinder für das Schützenwesen begeistern lassen. Bei leider nicht so tollem Wetter wurde am Samstag, 18.06.2011,  das Kinderschützenfest der Schützenbruderschaft St. Johannes Wickede – Wiehagen ausgerichtet. Es war in der Halle eine tolle Stimmung. Die kleinen Schützenschwestern und – brüder waren mit Begeisterung dabei. Es war auch schön, die Eltern zu beobachten, wie mitzitterten, wer nur Kinderschützenkönig bzw. – köngin wurde. Aus der Zeitung wissen wir, dass es Svea geschafft hat. Herzlichen Glückwunsch, liebe Svea und so wünsche dir ein tolles Jahr als Kinderschützenkönigin.

Es scheint mir, dass wir mit solchen Veranstaltungen Kinder und junge Menschen an das Schützenwesen langsam heranführen können. Unsere Schützenbruderschaft richtet ja bekanntlich am 24. Juni das Jungschützenfest aus.

Junge Menschen an das Schützenwesen heranführen, das heißt für mich: sie zu begeistern für „Glaube-Sitte-Heimat“.
Das sind Werte, die wir in die Zukunft tragen müssen. Oder wie wir es auf christliche Formel bringen können: Gottes- und Nächstenliebe. Das ist übrigens das wichtigste Gebot: Du sollst Gott und deinen Nächsten lieben.

Mit dem Schützenwesen können wir einüben: dass Gott unser Lebensmittelpunkt ist und dass es darum geht, die Liebe Gottes an unsere Mitmenschen weiterzugeben.

Darum passt sicherlich das Lied von Herbert Grönemeyer, der einmal sang: „Kinder an die Macht“. Helfen wir alle mit, dass unsere Kinder sich  angenommen wissen und geliebt sind und dass sie einen wichtigen Platz in unserer Gesellschaft haben.

Solche Veranstaltungen wie das Kinderschützenfest tragen hierzu bei.

Mit herzlichen Schützengrüßen      
Ihr Präses Heribert Ferber

Gedanken zu Fronleichnam

Was haben denn Schützenbruderschaften mit Fronleichnam zu tun? Diese Frage wird sich sicher mancher Leser stellen. Wenn man von der falschen Annahme ausgeht, dass Schützen von schießen hergeleitet wird, ist dies mehr als verständlich. Die Schützenbruderschaften unseres heimischen Raumes wurden aber ursprünglich zum Schutz der Heimat vor eindringenden Feinden gegründet. Als dies nicht mehr notwendig war, hat man sich dem Schutz der Werte

                                   „Glaube – Sitte – Heimat“

verschrieben. Diese Werte sind auch auf jeder Schützenfahne zu lesen. Sicherlich ganz bewußt steht der Glaube an erster Stelle. So haben die Schützen im katholischen Kurkölnischen Sauerland schon immer eine enge Verbindung zur Kirche gehabt. Nach außen hin wurde diese Nähe vor allem dadurch dokumentiert, in dem man dem Herrn im hl. Sakrament Schutz und Ehrengeleit bei den Prozessionen gab. Diese Tradition ist bis heute erhalten. Für alle, die es bis Schützenfest kaum noch abwarten können: unser ursprüngliches Hochfest steht kurz bevor. In unserer früheren Satzung hieß es: „höchstes Fest im Jahr ist das Fronleichnamsfest, an dem sich alle Schützenbrüder an der Prozession beteiligen“. Die Jüngeren werden es wahrscheinlich nicht glauben, aber dieser Satz wurde ernst genommen. Gerade in diesem Jahr, in dem wir das erste Mal Fronleichnam im Pastoralverbund Wickede (Ruhr) gemeinsam feiern, rufen wir alle Schützenbrüder auf, sich an der Prozession zu beteiligen. Wer soll den Kindern und Jugendlichen mit gutem Beispiel vorangehen, wenn nicht wir Schützenbrüder?

 Zeigen wir doch, dass wir nicht nur Feste feiern, sondern auch feste beten und singen können!

Manfred Neuhaus

Schützenkönig: Ein Auslaufmodell? Das Update!

Im Blog vom 07.06. schrieb Vorstandskollege Stefan Reszel bereits über das Thema. Wie die sprichwörtliche „Faust aufs Auge“ passen da die Ereignisse in Schwitten vom letzten Wochenende.

Schützenfest Keiner wollte den Vogel von der Stange holen
Menden, 21.06.2011, Michael Koch
Beim Schützenfest in Schwitten gab es keinen neuen König.
Menden. Ohne neuen Schützenkönig geht die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft aus Schwitten in die kommende Saison: Der amtierende König Christian Harnischmacher muss in die Verlängerung, weil der Vogel beim Schießen am Sonntag nicht fiel. Zu den Hintergründen äußert sich der 1. Brudermeister Benno Petsch , der selbst im Jahr 1982 Schützenkönig war.

WP: Herr Petsch, was war der wahre Grund: War der Holzvogel zu hart? Oder hat es an Bewerbern gemangelt?Benno Petsch (lacht): Die Begründung mit dem zu harten Vogel hat mir eigentlich ganz gut gefallen. Aber ganz im Ernst: Wir hatten keinen Bewerber für die Königswürde. Da rede ich auch gar nicht drum herum. Als sich auch nach 18 Uhr keiner gefunden hatte, haben wir das Vogelschießen abgebrochen.WP: Und jetzt muss der alte König in die Verlängerung…Petsch: Ja, da müssen wir Christoph Harnischmacher sehr dankbar sein. Er ist unser Festwart. Und als sich abzeichnete, dass sich kein Kandidat für die Königswürde findet, da hat er gesagt: ,Dann mache ich mit meiner Königin Sandra Vollbrecht und meinem Hofstaat noch ein Jahr weiter.’Ist das das erste Mal in Schwitten passiert?Petsch: Ja, das ist meines Wissen tatsächlich das erste Mal seit 1848 der Fall. Und ich hoffe, dass es auch ein einmaliger Fall bleiben wird, dass wir keinen König finden. Man muss aber sagen: Wir sind nicht der erste Schützenverein, dem das passiert. Und wir werden wahrscheinlich auch nicht der letzte sein. Es wird schwieriger, einen König zu finden. WP: Denken Sie sich im Nachhinein, dass Sie sich schon vorher intensiver nach einem Bewerber hätten umschauen sollen?Petsch: Das haben wir ja getan, aber es hat sich keiner gefunden. Viele haben gesagt: ,Dieses Jahr nicht, vielleicht nächstes Jahr.’ Aber das glaube ich natürlich auch erst, wenn der Vogel nächstes Jahr wirklich unten ist.WP: Was wollen Sie tun, damit sich die Situation nicht wiederholt?Petsch: Darüber müssen wir jetzt ganz intensiv in unser Bruderschaft reden. Aber wie gesagt: Ich bin zuversichtlich, dass der Vorgang einmalig bleibt.

Das Zelt steht !

Die ersten sichtbaren Arbeiten sind vollbracht. Zelt und „Willis“ neue Theke stehen an Ort und Stelle. Gut so; das Jungschützenfest kann kommen. Daumen drücken dass das Wetter mitspielt. Morgen ab 19.00 Uhr gilt´s: der neue König wird ermittelt. Doch damit nicht genug. 20 ehemalige Jungschützenkönige werden den „Kaiser“ unter sich ausmachen.

Der Ehrenpräses blickt nach vorne…

Unser Ehrenpräses Pastor Peter Bornhoff macht sich Gedanken über die Zukunft von Pfarrei und Bruderschaft… 

Zukunftsmusik?
2011:               Pfarrei St. Vinzenz, Echthausen
Ab 1. Advent:    Pfarrei St. Antonius und Vinzenz, Wickede
2013:               Vereinigung mit Ense
2020:               Großpfarrei Werl
2029:               Pfarrei Paderborn (der Name steht noch nicht fest); zugehörig zum Bistum St. Bonifatius in Deutschland

Entsprechend: 
2011:                Schützenbruderschaft St. Vinzentius mit  Schützenfest in Echthausen
Ab 1. Advent:    Schützenverein in … – ach nein, hier hätte ich beinahe etwas Dummes gesagt.

Schützenbruderschaft und Schützenfest in Echthausen muß es auch weiterhin geben:
2011, 2012 und, und…; denn:
Unser Schützenfest „ hat Zukunft“ !       

Ihr Ehrenpräses
Peter Bornhoff                   
 

Auf des Hauptmann´s Mauer …

Früher wurde der Schützenvogel am Samstagabend von einem Jungen aus dem Dorf im Festzug getragen. Der Vogel wurde dann bei uns, da mein Vater im Schützenvorstand war und wir auf dem Weg zur Stangelagen, abgegeben. Bis zum Montagmorgen hatten wir ihn dann in Verwahrung. Montag früh wurde der Vogel von Otto Velmer  in den Kugelfang gehängt.

Am Samstagabend waren dann  Verwandten, Nachbarn und Freunde mit Kindern bei uns, um den von Uli Neuhaus gefertigten Vogel in Empfang zu nehmen. Die Kinder saßen alle auf unserer Mauer und freuten sich auf auf den Festzug, die Musik  und den Vogel.

(Der Vogel wird abgeliefert…)

Auch als der Vogel dann mit der Böllerkanone im Festzug gefahren wurde, kamen immer noch alle, damit auch die Kinder schon mal das Schützenfest-Flair mitbekamen, denn für sie begann das Schützenfest erst am Sonntag mit dem Festzug.

Lange Jahre war unsere Mauer gut belegt, aber aus Kindern wurden Leute und Schützenbrüder, die dann selbst im Festzug mit gingen. Ich glaube diese Einführung hat sich gelohnt, denn auf der Mauer saßen damals bereits Jungschützenkönige und jetzige Vorstandsmitglieder.

2009 war dann Lotta auf unserer Mauer, der Nachwuchs von Kirsten, die auch damals dabei war. Mal sehen, wie viel Kinder in diesem Jahr da sind!!!

Euer Hauptmann

Helmut

Timo hat das Wort

Die Regentschaft von unserem Jungschützenkönig Timo Eickenbusch neigt sich dem Ende.

In ein paar Stunden wird er seine Kette an einen neuen Jungschützen weiterreichen. Der richtige Zeitpunkt also, für seinen ganz persönlichen Rückblick:

Ein Jahr als Jungschützenkönig

Mein Jahr als Jungschützenkönig war voller Termine und Highlights. Das erste Highlight folgte sofort  nach dem letzten Schuss, der Vogel fiel und eine Masse von Leuten stürzte sich auf mich um zu gratulieren. Mit gewonnenen Titel ließ sich unser ohnehin schon absolut geiles, und eigentlich nicht mehr zu toppendes Jungschützenfest noch viel besser feiern.

(König Timo und der stolze Onkel kurz nach dem Königsschuß im letzten Jahr)

Am nächsten Morgen ging es mit dem Feiern dann direkt weiter. Nach dem Aufräumen am Platz, wurden schnell Bänke, Tische, Getränke und etwas zum Grillen in meinen Garten verfrachtet, wo wir uns in lustiger Runde ansahen wie unsere Nationalelf die Engländer mit einem 4:1 platt machte.

Auch das eigentliche Schützenfest war für mich etwas ganz besonderes.

Mein persönliches Highlight hier, die „Pause“ am Montag Mittag welche sich zu einem reinen Badevergnügen entwickelte und mit  Sicherheit noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Mit der Königswürde begann für mich auch die Zusammenarbeit mit dem Jungschützenvorstand. Das ganze Jahr über gab es reichlich zu tun und die Arbeit bereitete mir sehr viel Spaß.

Nun ist es endlich wieder so weit, ein Jahr ist vorbei und Jungschützenfest steht vor der Tür. Das Zelt ist aufgebaut, die neue Theke steht, Vorfreude macht sich breit. Kurz vor dem Fest noch die Videothek, die Creperia, den Grillstand und die Musik aufbauen und die Party kann losgehen.

Ich hoffe unser 20. Jungschützenfest wird etwas ganz besonderes und lade hiermit alle herzlich ein mit uns zu feiern.

Bis gleich an der Halle
Timo

Ein Echthauser in Voßwinkel

 
– Vom Glück zweimal im Jahr ein Heimschützenfest zu haben –

„In Voßwinkel auf Schützenfest da steppt drei Tag der Bär – und wer das einmal mitgemacht, kommt immer wieder her!“  Kurioserweise schreibt diese Zeilen gerade ein gebürtiger Echthauser. Seit einem Jahr wohne ich jetzt im Nachbardorf – zum Schützenfest dort gehe ich allerding schon sehr viel länger.  Und eins vorweg: Es ist immer schwierig, Feste miteinander zu vergleichen, deshalb werde ich diesen Versuch auch gar nicht machen. Auch wenn es natürlich die typische Frage gibt: „Welches Fest findest du denn jetzt besser?“ Um ganz ehrlich zu sein: Ich könnte auch keine vernünftige Antwort geben. Beide Feste ähneln sich zwar vom Ablauf (bedingt natürlich auch durch die schöne Tradition des Freibiers), sind aber doch so anders.  So ist es mein Glück, sozusagen zweimal im Jahr ein Heimschützenfest feiern zu dürfen.

Als Echthauser Schützenfestgänger muss man sich umstellen. Eine meiner ersten Fragen, nämlich die nach der Polonaise, konnte niemand so Recht beantworten. Kunststück – es gibt keine.  Aber dafür gibt es einen Montagmorgen, der es in sich hat. Wenn es etwas gibt, um das man Voßwinkel beneiden kann, dann ist es die Stimmung am Montagmorgen in der Halle. Was dann Musiker und Gäste auf die Beine, und im Übrigen auch auf die Tische, stellen, ist einmalig. Vom fragwürdigen Getränk namens Birkemeier einmal abgesehen. Dafür hat man in Echthausen sicherlich ein schöneres Außengelände. Bei gutem Wetter unter den Kastanien ein Freibier zu trinken, auf Bänken zu fachsimpeln – das sind Attribute, die Echthausen für sich verbuchen kann.

Ansonsten ist es schwer Stärken und Schwächen festzuhalten. Es ist eben anders. Das Voßwinkeler Schützenfest ist jetzt ein paar Tage her und die Vorfreude auf das Echthauser Fest steigt jetzt von Tag zu Tag. Übrigens ist es schön, dass viele Echthauser den Weg zum Voßwinkeler Fest finden und umgekehrt. Auch viele meiner Voßwinkeler  Freunde werden wieder nach Echthausen kommen – und das ist doch ein schönes Zeichen.

Im Übrigen ist die erste Textzeile dieses Blogeintrages eine Strophe eines Voßwinkeler Schützenfestliedes – ich denke man kann es vergleichen mit der Echthauser „Armanda“-Tradition. Und dieser geht folgendermaßen weiter: „Ja, wenn du diese Stimmung siehst, dann kann dein Wunsch nur sein: Ich möcht´ so gern in Voßwinkel ein Schützenbruder sein.“  Eins kann ich sagen: Der Dorfname ist genauso gut austauschbar. Beides sind wunderschöne Feste und ich bin stolz, in beiden Vereinen mitzufeiern.

Christian Donner

Wimberner Wetter beim Echthauser Jungschützenfest

Leicht machen es die Echthauser St. Vinzentius-Schützen uns Wimbernern, sich im Nachbarort pudelwohl zu fühlen: Nicht nur, dass man – kaum den Festplatz betreten – von der Gastfreundschaft des Königspaares, des ganzen Vorstands und vieler netter Echthauser/innen herzlich begrüßt wird. Nein, selbst das Wetter gestalten die Echthauser jetzt schon ganz nach Wimberner Vorbild. Und nicht nur mit einem sanften Sauerländer Landregen, sondern von einem regelrechten Sturzguss, der jedem Vergleich mit den ausgefallenen Festzügen am Schützenfestsonntag und-montag in Wimbern standhält, empfängt Echthausen seine Gäste. Da fühlt sich ein Wimberner Johannesschütze natürlich gleich heimisch.

Doch bei allem Wohlfühlen muss man ich Echthausen stets auf der Hut sein! Denn tückisch sind die Fallen, die sich in gemütlicher Runde beim kühlen Gerstensaft stellen. Fragt doch Pastor Ferber plötzlich ganz beiläufig: „Sag mal, hast Du denn auch meinen Beitrag „Der Präses sieht rot“ im Echthauser Blog gelesen?“ Nicht mehr rot, sondern schamviolett sah da unser gemeinsamer Präses. Zwar habe ich zunächst versucht, mich mit Verweis auf das aufmerksame Studium sämtlicher Echthauser Seiten durch meine Frau Bine aus der Affäre zu ziehen. Schnell wurde Ferber aber klar, dass ich vom „Kardinalsrot“ des Kostüms der Wimberner Goldkönigin und vom Zusammenhang „Weihnachten, Ostern, Schützenfest“ nicht wirklich Ahnung hatte. Als aber kurz darauf der Himmel seine Schleusen öffnete, war diese lässliche Sünde hoffentlich schnell wieder abgewaschen…

Nach dem interessierten Lesen der „SchützenNews 2011“ steht nun also auch der Vinzentius-Blog auf dem Pflichtprogramm. Eingestimmt auf das Schützenfest am nächsten Wochenende sind wir Wimberner aber ohnehin. Und soviel ist sicher: Die Echthauser Bullenhitze im Vorjahr und das Wimberner Sauwetter in diesem ergeben gemeinsam im Durchschnitt das ideale Schützenfestwetter. Echthausen und Wimbern zusammen – das passt eben!

Herzliche Grüße und beste Wünsche für Euer Hochfest
Gerry

Jungschützen legen vor…

Beim Fest des Bruderschafts-Nachwuchses in Echthausen wetteiferten am Wochenende viele Jungschützen darum, beim bevorstehenden Jubiläumsfest den 21. Jungschützenkönig zu stellen. Nachdem Niklas Kittling die Krone, Tobias Belz das Zepter und Paul Rösler den Apfel abgeschossen hatten, freuten sich alle Besucher mit Benjamin Glowienkowski, der gegen 21.30 Uhr mit dem 201. Treffer den Vogel abschoss. Der bisherige König Timo Eickenbusch überreichte seinem strahlenden jungen Nachfolger gerne die Königskette.

 Hier ein Bild der Vogeltaufe…

Gleichzeitig wetteiferten im Schießheim viele der „alten“ Jungschützenkönige um die Kaiserwürde. 2001 war Markus Topp der erste Kaiser; nach weiteren zehn Jahren heißt der neue Kaiser nun Peter Henning. Der Jung-Schützenkönig des Jahres 2005 traf mit fünf Schuss aus dem Luftgewehr „ins Schwarze“.

Mit dem amtierenden Königspaar Hans-Werner und Monika Belz waren alle Festbesucher froh, als sich die „Regenschleusen“ schlossen und somit der Startschuss für die Benennung des Königsvogels gegeben werden konnte. Der liebevoll von Erhard Hockenbrink erstellte Schützenvogel wurde nicht nur mit Regenwasser, sondern auch mit Sekt auf den Namen „Floritus“ getauft.

Bis in den späten Abend feierten die Besucher des Festes, untermalt von den Klängen des Echthauser Musikvereins, und freuen sich nun auf das nächste Wochenende, auf „ihr“ Echthauser Schützenfest.

Bericht: Christa Schulze

Schwarzer Tag für den Oberst ???

Nachdem Hansel am Montag letzten Jahres die Königswürde errungen hatte und nach dem Festzug mit seinem Hofstaat in der Halle saß, regte sich am Nachbartisch etwas…..

Die Damen der Vorstandsmänner sinnierten bei Freibier und Schnaps ein wenig vor sich hin: „Eigentlich müssten wir uns auch irgendwie formieren, könnten uns mit  einer eigenen Emailanschrift präsentieren. Jetzt wo die Männer alle Protokolle nur noch per Datenleitung austauschen und uns nicht zwingend informieren! Außerdem könnten wir Frauen einfach mal was unternehmen und die Männer müssten mal zur Abwechslung fahren. Das einmalige Treffen zu Jahresbeginn, wenn die Jahreshauptversammlung in der Halle abgehalten wird, könnte durch regelmäßige Termine ausgebaut werden, wobei Egon natürlich das Vereinslokal bleibt. Ja, und T-Shirts wollen wir natürlich auch haben, so wie die Männer, die sich damit einheitlich bei diversen Veranstaltungen zeigen. Und, wie sich das für eine ordentliche Vereinsgründung und erste Sitzung gehört wurde durch Melanie (schwanger, daher als Einzige nüchtern) Protokoll geführt, dass dann von allen anwesenden Damen unterschrieben wurde. Wie das so ist, am 3. Tag beim Schützenfest, wenn lecker Freibier fließt…..

Irgendwie wurde der Oberst auf das rege Treiben aufmerksam. Ihm schwante nichts Gutes; womöglich bilden sich aus dieser Gruppe noch Schützenschwestern, die dann noch auf den Vogel schließen wollen?! Unfassbar, nicht in Echthausen und nicht mit ihm!!! Blankes Entsetzen war seinem Gesicht zu entnehmen. In seinem „Grußwort“ ist dann auch zu lesen: Alles Gute und auf eine Gute Satzung die dem „Gesetz“ entspricht: Glaube – Sitte – Heimat!

Erste Unternehmungen der „Vorstandsfrauen“ gab es auch schon. Bereits Anfang des Jahres wurde in Vosswinkel gekegelt und geklönt, mittlerweile existiert auch eine Namensliste/ Adress- und Geburtstagsliste und im Herbst wird es wohl einen weiteren „Damenausflug“ geben. Und nachdem in den letzten Monate das Vorhaben „T-Shirts“ ein wenig in Vergessenheit zu geraten schien, präsentierten sich die Schützenvorstandsdamen beim Jungschützenfest am vergangenen  Freitag aber allen Unkenrufen zum Trotz erstmals in „ihren“ neuen, einheitlichen Shirts.

In erster Linie sollen die Damen des Vorstandes und Ehrenvorstandes angesprochen werden, um einfach mal was Nettes gemeinsam zu  unternehmen. Vielleicht ist es dann für die Neuen einfacher in diese Gemeinschaft rein zu finden. Wir würden uns freuen und sind auch offen für weitere Vorschläge und Ideen, wobei Gerhard nicht befürchten muss, dass es Schützenschwestern in Echthausen geben wird. Es gibt Sachen, die muss man (frau) nicht ändern !!  

Melanie & Justine

Wenn es die Schützen nicht gäbe… 

dann müssten sie erfunden werden!

 Unser Vorstandsmitglied Jochen Bauerdick blickt  nochmals zurück auf die beeindruckende Schützenwallfahrt Ende Mai nach Werl…

 Am 28. Mai diesen Jahres fuhren Vorstandsmitglieder unserer Schützenbruderschaft nach Werl, um an der Wallfahrt des Sauerländer Schützenbundes teilzunehmen.

Nach der Begrüßung durch Herrn Bundesoberst Herrn Karl Jansen an der Stadthalle formierten sich die vielen Bruderschaften und zogen unter Gesang in einer feierlichen Prozession zur Wallfahrtsbasilika.Zu den Klängen des Festmarsches „Tochter Zion“ und des Chorals „Nordic Fanfare and Hymn“ traten die Fahnenabordnungen und die Priester in die bis auf den letzten Platz gefüllte Basilika ein.

Nachdem sich diese im Altarraum eingefunden hatten begrüßte Herr Weihbischof Matthias König die Schützen. Er stellte erfreut fest: Heute sind mehr Könige unter uns als es in London bei der Trauung von William und Kate gewesen sind. Manche bleiben ein Leben lang ein König, so wie ich, ich heiße König, die meisten aber uns sind ein Jahr lang ein König, weil dann ihre Regentschaft endet.

In seiner Predigt sprach er u.a. die Bedeutung des Schützenwesens an und wies darauf hin: Wenn es die Schützen nicht schon geben würde, sie müßten erfunden werden. Aber Gott sei Dank, es gibt sie ja schon. Sie sind es, die gemäß ihrem Leitspruch „Glaube, Heimat, Sitte“ sowohl im politischen als auch im kirchlichen Bereich ohne Wenn und Aber vielfältige Arbeiten in ihrem Ort übernehmen.

Die Messe beendete der Weihbischof mit den Worten: Jetzt haben wir zusammen gebetet, zusammen gesungen und Messe gehalten, mehr kann ich und können wir an dieser Stelle nicht dafür tun, dass ein jedes Schützenfest bei hoffentlich schönem Wetter ein gelungenes Fest wird. Dass es ein schönes Fest für jeden wird, das wünsche ich allen Festteilnehmern.

Nach der Messe bat der Weihbischof die Schützen um ein Bild. Es zeigt den Weihbischof zusammen mit den Fahnenabordnungen auf den Stufen der Basilika.

Zuhause wieder angekommen, trafen wir uns noch auf ein Glas Bier und zu einem kleinen Happen im Gasthof Schulte, wobei noch öfter über das Gesehene und Gehörte des Nachmittags gesprochen wurde.

Jochen Bauerdick

Heute gilt´s !

Um halb zehn geht es los. Die Kommission „Unser Dorf hat Zukunft“ trifft in Echthausen ein und wird sich einen Eindruck von unserem Dorf verschaffen. Alles ist bis auf´s Letzte geplant. Zu diesem Anlass haben wir bereits gestern die Wimpel am Dorplatz aufgehangen und letzte Hand an der Halle angelegt.

Die Generalprobe der Dorf-Präsentation durch unseren Ortsvorsteher hat auch bestens geklappt.  Alle haben sich große Mühe gegeben. Bleibt zu hoffen dass diese Mühe auch belohnt wird. Alle die Interesse haben sind herzlich eingeladen um 09.15 Uhr in die Halle zu kommen und das Organisations-Team zu unterstützen.

Das Fazit der Organisatoren folgt später an gleicher Stelle.

Echthausen – kann sich sehen lassen!

Da stimmte alles, als heute morgen die Bewertungskommission für den Wettbewerb “Unser Dorf hat Zukunft“ unser beschauliches Echthausen besuchte.Das Wetter hätte besser nicht sein können, beeindruckend ebenfalls die große Teilnahme seitens der Bevölkerung und die gute Stimmung.

Nach einem schönen Auftakt in der Gemeindehalle (unserem 2.Wohnzimmer) ging es zum imposanten Schloss mitsamt Wohnanlagen. Auf dem Sportplatz berichtete der „Präsi“ Detlev Eickenbusch von der Entwicklung und den damit verbundenen Aktivitäten um diese superschöne Sportanlage. Der Hofladen „Landverliebt“ öffnete seine Türen und die Betreiberin Sabine Dörr gab anschauliche Informationen zu diesem Kleinod.

Die stv. Bürgermeisterin Gertrud Martin sprach unterhaltsam über die Wegekreuze Echthausens; ein weiteres soll ja in nächster Zeit als Zeichen des Zusammenwachsens im Pfarrverbund von den Schützenbrüdern im Ruhrfeld errichtet werden.

Der krönende Abschluss der Dorfbegehung durch die Kreis-Jury fand auf dem schönen Dorfplatz statt. Hier im Zentrum Echthausens zeigten sich die Teilnehmer von ihrer besten Seite, auch die Rückmeldungen der Bewertungskommission zu den vorgestellten Stationen  waren sehr positiv. Der Max-& Moritz Kindergarten war zugegen und unterhielt durch eine kleine Gesangseinlage; die Besucher der Seniorenstube gesellten sich ebenfalls dazu. Ein schönes Zeichen für das gute Zusammenleben von jung und alt im Dorf. 

Imposant auch die Verabschiedung der Jury auf der bereits festlich mit kleinen Fähnchen beflaggten Weststrasse. Als Erinnerung bekamen die Mitglieder der Kommission noch ein „Echthausener Pfläumchen“ , die Wanderkarte „Rund Wickede“ und das neue „Kochbuch“ mit auf den Weg.Nun darf man gespannt sein, wie das Ergebnis der diesjährigen Bewertung lautet. Am 21.Juli wird dies den 50 beteiligten Dörfern im Kreishaus Soest mitgeteilt.

Als Ortsvorsteher und Vereinsringvorsitzender möchte ich mich bei allen Beteiligten an dieser Stelle noch einmal recht herzlich bedanken. Als bekennender Dorfpatriot liegt mir unser Echthausen wirklich am Herzen und ich denke, wir alle haben in den letzten Jahren durch grosse und kleinere Aktionen dazu beigetragen, das das Dorf sich liebens- und lebenswert darstellt.

So verbleibe ich bis zum nahen Schützenfest auf dem wir ganz bestimmt wieder gute Gemeinschaft erleben und den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ reflektieren; dieses Jahr ja die 9.Teilnahme in 25 Jahren. Und vielleicht ergeben sich weitere Ideen, wie wir unser Dorf noch weiter attraktiver gestalten können.

Bis spätestens Samstag

Rainer Belz

Früher war alles besser !

Schützenbruder Christian Donner über Traditionen, Generationen und Emotionen auf dem Schützenfest in Echthausen …

Alte Traditionen wie Quadrille, Fröschelke und Polonaise sterben langsam aus,  weil die junge – ach so moderne – Generation kein Interesse mehr daran hat. Sicher – in Echthausen gibt es noch die alten Tänze – aber das nicht mehr lange, denn die jungen Leute wollen moderne Tanzmusik hören.
Steht das traditionelle Schützenfest in Echthausen damit vor dem Aus? Mitnichten, die Aussagen stammen nicht aus dem Jahr 2011, sondern wahlweise aus den Jahren 1952 und dem Jahr 1969. Interessant, nicht? 
Der Generationenkonflikt wurde schon immer ausgetragen. Bei diesem Konflikt geht es um Besitz- oder Moralstrukturen, die verteidigt bzw. angegriffen werden. Es gibt zum Beispiel die Generation „der Alten“, die sich von der „Jugend“ nicht respektiert fühlt oder zu diversen Themen eine andere Haltung hat und umgekehrt. Soviel zur Theorie.

“Bei uns kennt man noch die alten Tänze: Quadrille, Polonaise, Oh du lieber Augustin aber auch die beliebten Fröschelkes. Moderne Tanzmusik ist nicht erlaubt. (…) Es wird immer schwerer diese Traditionen beizubehalten (..) irgendwann werden dann auch diese Tänze aussterben (…)“
Brief des damaligen Vorsitzenden Franz Rasche aus dem Jahr1952  an die GEMA-Bezirksdirektion in Dortmund im Rahmen eines fehlerhaften Gebührenbescheides über Tanzmusik.auf dem Schützenfest .

Früher war alles besser. Wer von ihnen hat diesen Satz nicht schon gehört oder benutzt. Wann aber war eigentlich dieses „Früher“ von dem alle reden? Es gibt ja mehrere. Vorhin zum Beispiel war ja auch schon früher. Und das war nicht wirklich besser als jetzt. Es war eher genauso. Die Befürchtungen von vor über 50 Jahren zeigen eindeutig, dass die Angst um die Zukunft, die Angst darum, dass die Jugend die Leistungen und Traditionen der Älteren nicht akzeptiert kein Gegenwartsthema sind. Sie bestehen schon immer und es ist an der Zeit diesen Mythos zu begraben! Übrigens, schon Sokrates (469-399 v.Chr.) sagte: „Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.“ Fällt Ihnen was auf?

Schauen wir auf die Gegenwart und das Schützenfest in Echthausen. Die so genannte „Generation Facebook“ verabredet und organisert sich über  iPhones und Internet, aber diese Generation tanzt auch mit Begeisterung die alten, traditionellen Tänze und zwar mit den Älteren. Es gibt wohl kein Dorf, in dem die Sauerländer Quadrille so gepflegt und geliebt wird.
Es gäbe mit Sicherheit große Proteste, wenn Fröschelkes, Polonaise oder Quadrille abgeschafft würden, und zwar von den Jüngeren.
Oder stellen Sie sich eine Abschaffung des Freibiers oder einen Wechsel der Biermarke vor. Oft leben die jüngeren Schützen die Schützenfesttraditionen konservativer aus, als die Älteren. Sie sind es, die diese mit Leben füllen, weitergeben, eben auch weil sie dies so vorgelebt bekommen haben. Zugeben würden sie dies natürlich nie. Das müssen sie auch nicht; ihr Erscheinen auf dem Fest und das aktive Mitgestalten, wozu auch das Verändern gehört, sind schon Zeichen genug. 

Natürlich ist es manchmal schwierig für „Ältere“ das Verhalten der „Jüngeren“ zu verstehen. Natürlich kommt es mal zu Meinungsverschiedenheiten. Aber jeder individuelle Blick in seine Vergangeheit wird wiederum Verständins hervorrufen. Denn dort wartet schon der nächste Mhythos: „Wir waren früher nicht so!“
Zwei junge Schützenkönige in den letzten Jahren sprechen eine eindeutige Sprache. Und auch die Jungschützen sind eine starke, seit nun mehr 20 Jahren bestehende Gemeinschaft, deren Mitglieder sich klar zu ihrem Dorf bekennen und immer mit anpacken.

In Echthausen wird Schützenfest gelebt und zwar generationenübergreifend. Und ist das in der heutigen Zeit nicht eine tolle Sache? Lassen sie uns über früher unterhalten, aber lassen sie uns auch darüber schmunzeln. Denn jetzt ist eben gleich schon früher.

Christian Donner

Selbst geschossen hat er nie 

Erhard Hockenbrink baut seit 20 Jahren den Schützenvogel

Echte Kunstwerke entstehen seit nunmehr 20 Jahren in der Werkstatt von Erhardt Hockenbrink an der Mittelstraße. Weit mehr als 40 große und kleine Vögel hat er in vielen Arbeitsstunden für die Echthauser Schützen angefertigt. Und dies immer mit viel Liebe zum Detail wie zum Beispiel der Cowboyvogel oder der WM-Vogel “Vuvuzela” zeigten. Über die Vergänglichkeit seiner Kunstwerke ist sich Erhard im übrigen bewusst.

Nach 250 Schuss ist meistens Schluss mit dem aus massiven Fichten-Holz gefertigten Adler. Und das ist auch gut so. Oben geblieben ist Gott sei Dank noch keiner seiner Vögel, obwohl es im Jahr 2003 bekanntermaßen doch recht knapp war. Den Überredungskünsten und dem spontanen “Wieder- aufhängen” von Erhard ist es zu verdanken, dass es mit Stefan Bürger letztlich doch noch einen würdigen Schützenkönig gab. Weit über 100 Stunden verwendet  Erhard Jahr für Jahr für die beiden Vögel. Alles ehrenamtlich für seinen Verein, in dem er selber 20 Jahre lang als Vorstandsmitglied tätig war und die Entwicklung der Jungschützen in den ersten Jahren maßgeblich prägte.

Das künstlerische Talent blieb auch anderen Vereinen nicht verborgen, so dass „Hocke“ so manchen Vogel in Auftragsarbeit fertigte. So zum Beispiel für die befreundeten Schützen aus Voßwinkel oder aber für einen Schützen- verein aus Gelsenkirchen-Erle. Und auch auf Ausstellungen waren so manche seiner Vögel bereits zu bewundern.

Der Vorstand dankt Erhard für seinen großen Einsatz und freut sich auch in Zukunft auf viele kreative Schützenvögel.
Thorsten Donner

Hauptsache trocken ! 

Wie wird eigentlich das Wetter am Wochenende? Diese Frage ließ mir angesichts des bevorstehenden Schützenfestes einfach keine Ruhe. So verbrachte ich meine heutige Mittagspause damit, diverse Wetter-Seiten zu checken. Zu meiner großen Verblüffung zeigten mir diese Seiten jedoch deutlich unterschiedliche Ergebnisse an. Nach der Eingabe der Postleitzahl „58739“ und der Einschränkung auf die Zeit des Festzuges am Sonntag – 15:00 Uhr –  sagt mir zum Beispiel „meinestadt.de“ 15C°/ Regen. Die Seite „Wetterinfo“ zeigt mir sogar nahezu unverschämte – und für mich keinesfalls akzeptable – 14C° an. Obendrauf gibt es als Symbol eine dicke graue Regenwolke (wahlweise mit und ohne Blitz). Wetter.com und wetter.de liegen mit 16C° gleichauf.

Etwas besser sieht es schon bei „donnerwetter“ aus, die für den Sonntag Höchsttemperaturen von 18C° (mit dem Zusatz: als Mann gefühlt: 15C°/ als Frau gefühlt 16C°) ansagen; dazu eine durchaus annehmbare Regenwahrscheinlichkeit von nur 20%. Damit könnte ich mich bereits anfreunden. Nach längerer Suche fand ich dann doch noch eine Seite die meinem persönlichem Schützenfest-Wunschwetter recht nahe kommt: „Wetteronline“ zeigt mir für besagten Zeitraum ein Sonnensymbol und schier unglaubliche 20C° an. Na also, geht doch.

Hiermit bereits mehr als zufrieden klicke ich ein letztes mal auf die Seite „wetter-vista“.Ich traue meinen Augen nicht: hier werden mir ein wolkenloser Himmel und angenehme 23C° versprochen. Und das auch noch im Schatten. Leider wollen die für diese wohlwollende Vorhersage 4,95 € und meine Kreditkartennummer. Da mir dies jetzt im wahrsten Sinne des Wortes zu heiß wird, entscheide ich mich also für das Wetter von wetteronline: Trocken und 20 C° – Gebucht ! Das Schützenfest kann also kommen.

Der „Wetteroffizier“
Thorsten Donner   

Alle Infos zum Fest

 
NEU: Mitgliederkasse am Freitag
Die Mitgliederkasse hat bereits am Freitag zwischen 17.00 und 19.00 geöffnet um Wartezeiten beim Eintritt am Samstagabend zu vermeiden. Bitte macht hiervon Gebrauch.

Schnupperstunde
Nach dem sehr guten Erfahrungen der Vorjahre wird es auch 2011 wieder die ?Schnupperstunde? geben. Allerdings – und das  ist wichtig – ausschließlich am Sonntagnachmittag und am Montagnachmittag und nur für Gäste (Nicht-Mitglieder) unseres Schützenfestes. Alle Infos gibt es direkt an der „Kattenbude“.

Marschausweis
Alle Schützenbrüder die sich aktiv an mindestens 3 Festzügen beteiligen haben die Chance auf ein 30L Fass Veltins. Der Gewinner wird am Montag vor der Quadrille von der neuen Schützenkönigin ausgelost.

Für die Kleinen
Auch in diesem Jahr gibt es für die Kleinsten wieder ein Karussel,der Förderverein des Kindergartens baut wieder sein Spielzelt und einen Sandkasten auf. Der Süßwarenstand hält einige Leckereien und Spielzeug bereit und die Schießbude lädt zum Schießen auf Tönnchen oder Sternchen ein.

Festzug
Antreten zum Festzug am Sonntag ist um 14.15 Uhr auf dem Sportplatz. Als Gastvereine begrüßen wir die Bruderschaften aus Wimbern und Wickede, sowie Abordnungen unserer „Jubiläumsvereine“ von Tus und Feuerwehr.
Wie bereits in den vergangenen beiden Jahren auch, wird der Oberst direkt am Sportheim ?abgeholt?.  Anschließend geht es auf direktem Weg zum Königshaus. Der Ehrenpräses, der Präses sowie die Jubilare und Jubelkönigspaare werden am Pfarrheim abgeholt. Der Vorbeimarsch am Dorfplatz bildet im Anschluss den Höhepunkt des Festzuges.

Musik
Der Festzug am Sonntag wird aus naheliegenden Gründen in diesem Jahr auf den musikalischen Beitrag des  Musikvereins Echthausen verzichten müssen. Doch für Ersatz ist gesorgt. Die befreundeten Musiker vom Musikzug aus Bremen kommen gerne über die Ruhr um auf dem Schützenfest in Echthausen für Stimmung zu sorgen. Wie immer mit dabei sind natürlich die Musikkapelle aus Bruchhausen und die Spielmannszüge aus Wickede und Brüllingsen.

Quadrille
An allen Tagen wird natürlich die Quadrille getanzt. Samstag bereits um 21.15. Am Sonntag und Montag um 22.00 Uhr.

Hier nochmal der Festablauf:

Das Fest 2011
Samstag,02. Juli 2011
(ohne Freibier)
17.30 Uhr Antreten zum Kirchgang
18.30 Uhr Schützenmesse anschl. Kranzniederlegung
19.30 Uhr Jubilarehrung
21.15 Uhr Quadrille

Sonntag,03. Juli 2011
(mit Freibier)
14.15 Uhr Antreten aller Schützenbrüder am Sportplatz,
dann Großer Festumzug mit anschl. Vorbeimarsch
am Dorfplatz
17:00 Uhr Jubilahrehrung
18:00 Uhr Kindertanz/ Königstanz
20:00 Uhr Polonaise
22:00 Uhr Quadrille

Montag, 04. Juli 2011
(mit Freibier)
8.30 Uhr Antreten zum Vogelschießen
Proklamation des neuen Königs
Frühschoppen und Tanz/ Fröschelkes
16.00 Uhr Antreten zum Festzug mit
Abholen des neuen Königspaares
Anschließend Festkonzert und Tanz
18:00 Uhr Kindertanz/ Königstanz
20:00 Uhr Polonaise
22:00 Uhr Quadrille

Dienstag, 05. Juli 2011
10:00 Uhr Aufräumen/ Muckentag

Grußwort des Königspaares

Liebe Schützenbrüder,
liebe Echthauser,
liebe Gäste von nah und fern,

mit dem Königsschuss anlässlich des 10jährigen Jubiläums des Musikvereinsbegann für uns ein ereignisreiches und wunderschönes Jahr, das sichlangsam dem Ende neigt.

Mit viel Freude und Begeisterung durften wir zusammen mit unserem tollenHofstaat unsere Schützenbruderschaft bei den Schützenfesten derbefreundeten Bruderschaften in Wickede, Menden, Arnsberg-Muffrika undHüsten sowie auf dem Herbstball in Müschede repräsentieren.Wir möchten uns bei dieser Gelegenheit bei unserem Hofstaat bedanken, mitdem wir auf allen Feiern schöne Stunden verbracht haben und nochverbringen werden. Auch bedanken wir uns recht herzlich bei Oberst GerhardBeckenbauer sowie dem gesamten Schützenvorstand. Unser Dank giltebenfalls allen, die uns in irgend einer Weise geholfen haben sowie denMusikvereinen und Spielmannzügen, die bei der großen Hitze im vorigenSommer Großes geleistet haben.

Zum bevorstehenden Schützenfest laden wir die gesamte Bevölkerung vonEchthausen und alle Gäste von nah und fern recht herzlich ein. Welches Festbietet eine solche Vielfalt, ein solches Miteinander – wo „Alt und Jung“ fröhlichund harmonisch zusammen feiern können.

Allen Schützen können wir nur mit auf den Weg geben – und da sprechen wirmit Sicherheit für alle vorangegangenen Königspaare – „Es war ein tolle Zeitund es ist für jeden erstrebenswert, einmal das Schützenkönigspaar zu sein!Ob eine Sache gelingt, erfährst du nicht wenn du darüber nachdenkst,sondern wenn du es ausprobierst! Also gut Schuss und viel Glück!”

Für uns beginnt nun der Höhepunkt unserer Regentschaft. In diesem Jahr„das Schützenfest 2011“, auf das wir uns sehr freuen! Wir wünschen allen einschönes stimmungsvolles Schützenfest bei hoffentlich gutem Wetter!

Dem neuen Königspaar wünschen wir eine ebenso unvergessliche, schöneund fröhliche Zeit, wie wir sie erleben durften

Euer Königspaar
Monika und Hans-Werner Belz

Grußwort des Oberst

Liebe Einwohner aus Echthausen,

liebe Schützenbrüder,

sehr verehrte Gäste unseres Schützenfestes,

nun liegen schon mit Wimbern, Voßwinkel und dem Jungschützenfest drei schöne Schützenfeste hinter uns.

Jetzt sind es nur noch wenige Stunden, dann ist es auch endlich bei uns soweit.
Die Schützenbruderschaft St. Vinzentius Echthausen feiert vom 02.07. bis  04.07.2011 ihr diesjähriges Schützenfest im 193. Jahr ihres Bestehens. Die Vorbereitungen sind weitgehendst abgeschlossen.  Ich lade ich Sie herzlich ein, unsere Gäste zu sein.

Ein äußerst erfolgreiches Schützenjahr liegt hinter uns. Unser Dorf erlebte im Jahr 2010 ein besonders schönes und bestens besuchtes Schützenfest. Geprägt von sonnigem Wetter, beflügelt durch eine tolle Fußball-WM und gekrönt durch die Königswürde des Musikvereins, der im Jubiläumsjahr mit seinem Königspaar Hans-Werner und Monika Belz und dem tollen Hofstaat unser Dorf ein Jahr lang hervorragend repräsentierte.

Erleben Sie unser Schützenfest als stimmungsvolles, harmonisches Fest der Begegnung. Pflegen und vertiefen Sie an diesen Tagen alte Bekanntschaften oder knüpfen Sie neue Kontakte auch über die Ortsgrenzen hinaus. Verstehen Sie Brauchtum und Tradition als etwas, wofür es sich in einer Dorfgemeinschaft zu leben lohnt. Gemeinschaftssinn und Zusammenhalt stärken und Generationen verbinden: wo könnte man dieses besser als auf unserem Schützenfest.

An dieser Stelle grüße ich auch alle diesjährigen Jubelkönigspaare und Jubilare, die wir zum Fest besonders ehren.

Ich grüße unseren neuen Jungschützenkönig Benjamin Glowienkowski, den Kaiser Peter Henning und bedanke mich herzlich bei Timo Eickenbusch für das vergangene Königsjahr.

Auch im Namen meiner Vorstandskollegen lade ich Sie herzlich ein mit uns zu feiern und wünsche allen Festbesuchern ein harmonisches, schönes Schützenfest 2011 bei bestem Wetter und am Montag ein hoffentlich ebenso spannendes Schießen unter der Vogelstange wie im Vorjahr.

Mit Sauerländer Schützengruß

Gerhard Beckenbauer

(Schützenoberst)

Das war´s …

Das soll es dann gewesen sein mit dem „Blog des Monats“. Insgesamt 40 Beiträge rund um das Thema „Schützenfest in Echthausen“ haben wir im letzten Monat eingestellt. Positiv überrascht waren wir von der großen Beteiligung. Hatten wir anfangs noch den Eindruck, dass dieses Projekt eher auf „taube Ohren“ stößt, so wurde unser Internet-Tagebuch schnell zum Selbstläufer. Viele – teils spontane – Blogeinträge erreichten uns im Laufe der Tage und brachten eine Menge Abwechslung in unseren Blog. Hierfür vielen Dank an alle Beteiligten.

 Nun richten wir den Blick auf das Schützenfest. Die Vorbereitungen sind getroffen, die Grußworte gesprochen, das Bier ist auch schon kalt und das trockene Wetter ist bestellt. Das Fest kann also losgehen… 

Wir sehen uns am Wochenende

Das „Schützen-Blog“-Team

Stefan Reszel / Thorsten Donner

Der Präses sagt Danke

Liebe Leser unserer Blogbeiträge,
es ist mir ein besonderes Anliegen am Ende des Monats Juni allen ganz, ganz herzlich zu danken für die bis heute 41 Blogbeiträge. Das finde ich sehr erstaunlich und großartig. Selbstverständlich ziehe auch vor einer Lydia Münstermann meinen Hut mit immerhin 26 Blogbeiträgen.

Aber wieder einmal beweist die intakte Schützengemeinschaft:  wenn die Schützen rufen, dann ziehen fast alle mit. 
Danke für diese schönen, interessanten und manchmal lehrreichen Beiträge. Von „Glaube – Sitte Heimat“ bis hin zum Freibier oder „wenn das Trömmelchen schlägt“,  wurde fast kein Thema ausgelassen.

Ich bin dankbar, dass wir solche intakte Schützenfamilien in Wimbern, Wickede-Wiehagen und in Echthausen hier haben.

Jetzt kann das Schützenfest in Echthausen kommen. Ich freue mich darauf. Und der „Floritus“ wird mithelfen, dass wir einen neuen Schützenkönig unserer St. Vinzentius-Schützenbruderschaft bekommen.
Wieder einmal zeigt sich: das Schützenwesen lebt. Die vielen Blogbeiträge zeigen: nicht das Saufen steht für uns Schützen an 1. Stelle. Wir danken und wir denken nach.

Wie heißt es doch: „Danke für alle guten Freunde, danke, o Herr, für jedermann…. Danke, dein Heil kennt keine Schranken, danke, o Herr, dass ich danken kann.“

Mit der Schützenmesse am Samstagabend feiern wir Eucharistie, d.h. die große Danksagung und danken dem lieben Gott.
Ich würde mich freuen, wenn Sie das Schützenfest mitfeiern und wenn wir gemeinsam dem lieben Gott danken für alles, was er uns schenkt.

Ein sehr dankbar
Präses Heribert Ferber

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Blog des Monats Juni 2011 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.