Chronik

Aus der Geschichte der Gemeinde Echthausen

Aus der Festschrift der Schützenbruderschaft zum 175-jährigen Jubiläum 1818 – 1993 von Alfons Henke

Von den Anfängen im Jahre 1036

Die frühesten erhalten gebliebenen Nachrichten über Echthausen befinden sich im Urbar (Güterverzeichnis) des Klosters Werden. In einer Aufzeichnung des Urbars, die in das Jahr 1036 datiert worden ist, sind neben Höfen in Orten der näheren Umgebung auch zwei Höfe in „Ahtisberga“ aufgeführt. Diese Urkunde hat sich zwar als eine Fälschung des 12. Jahrhunderts herausgestellt. Ihr liegt aber ein echter Vertrag aus der Zeit von 1000 – 1030 zugrunde, der die Ersterwähnung von Echthausen enthält.
Es kann darum als gesichert angesehen werden, dass Echthausen schon im Jahre 1036 bestanden hat. Weiter zurückgehende Datierungen, wonach im ältesten Teil des Werdener Urbars Eintragungen zu finden sind, die sich auf Echthausen beziehen, sind nach dem heutigen Kenntnisstand nicht beweisbar. Die Entstehungszeit der Siedlung Echthausen ist sicherlich viel früher anzusetzen, denn urkundliche Ersterwähnungen sind oft nur von Zufälligkeiten der Überlieferung abhängig.

Im Jahre 1185

In der Chronik der Gemeinde Echthausen (Rasche/ Schäfer) wird noch das Jahr 1185 als ältester urkundlicher Belege für die Nennung der Siedlung Echthausen angeführt. Bei diesem urkundlichen Beleg handelt es sich um eine Stiftungsurkunde des Grafen Gottfried von Arnsberg an das Prämonstratenserkloster Scheda, in der er als Dank für seinen Sieg über den Grafen Engelbert von Berg und 4 anderen Grafen bei der „Schlacht an der Egteser Brücke“ den Schedaer Mönchen Weiderechte in Wickede und Fischereirechte in der Ruhr von der Echthauser Brücke bis zum Beringhof einräumte.

12. Jahrhundert

Im Werdener Urbar ist im zweiten Drittel des 12. Jahrhunderts schon nicht mehr von einzelnen Höfen in Echthausen dir Rede, sondern dort taucht zum ersten Mal der Gemeinschaftsbegriff „Villa Ehtese“ (Bauernschaft oder Dorf Echthausen) auf. Unter dieser Bezeichnung sind nicht nur die Lehnshöfe, die dem klösterlichen Fronhof Altendorf zugeordnet waren mit deren Belastungen aufgeführt, sondern es sind auch die Namen der Hofsassen überliefert, die durchaus beachtliche Abgaben von Naturalien (Gerste und Hafer) oder Geld, Kriegsablöse und Weinpfennige, für das Werdener Kloster zu leisten hatten. Die umfangreiche und differenzierte Zusammenstellung einer beachtlichen Anzahl von Lehnshöfen lässt „Ehtese“ (Echthausen) im 12. Jahrhundert schon als eine wirklich ansehnliche Siedlung erkennen.

16. Jahrhundert

Weitere Auskunft über die frühe Besiedlung von Echthausen geben die Schatzungsregister des Herzogtums Westfalen von 1536 und 1565. Sie enthalten eine genaue Veranschlagung der Steuern, die sich nach der Größe des Grundbesitzes, den Vermögensverhältnissen und nach den auf dem Besitz bereits bestehenden Abgabepflichten richten. Es wurden aber auch Knechte ohne Grundbesitz zu Steuerabgaben herangezogen.

Die Abgaben sind mit „bg“ und „ort“ angegeben, dem landläufigen Brabanter Gulden und dem Ort, dem vierten Teil des Guldens.
1565, eine Generation später, werden unter „Echthausen“ (Ortsname zum ersten Mal in der heutigen Schreibweise) weitere Steuerpflichtigen aufgeführt:

Gegenüber der Schatzung von 1536 tauchen 1565 auch neue Namen auf. Die unterschiedliche Schreibeweise desselben Namens in den beiden Registern ist aus der freien Orthographie zu verstehen, die in jener Zeit keinen festen Regeln unterworfen war, z. B.: Schwickmann 1536 und Schwitmann 1565 oder Hounycke 1536 und Huneke 1565. Im Schatzungsregister 1565 sind die Steuerbeträge nicht mehr in Brabanter Gulden, sonder in dem höherwertigen Goldgulden angegeben. Rudtger Huttenbergh, der 1536 noch 1 ½ Brabanter Gulden zu zahlen hatte war 1565 „pauper“, d. h. arm und darum steuerfrei.

Die Bedeutung des Namens Echthausen

Echthausen hieß im Werdener Urbar im 11. Jh. „Ahtisberga“, im 12. Jh. „Ehtese“, in der Stiftungsurkunde des Grafen Gottfried von Arnsberg im Jahre 1185 „Egtesen“, in den Schatzungslisten des Herzogtums Westfalen 1536 „Echthuißen“ und 1565 schließlich dann „Echthausen“.

Die späte Angleichung an die Ortsnamen –huißen und –hausen ist vermutlich dem Missverständnis von –sen in Egtesen (1185) als verschlissener Form zu verdanken, die dann unrichtig erweitert und normalisiert wurde. So nach der Meinung des Sprachwissenschaftlers Dr. Paul Derks aus Essen, der 1988 für den Heimatverein eine sprachliche und geschichtliche Untersuchung der Siedlungsnamen der Gemeinde Wickede (Ruhr) durchgeführt hat.
Namenkundlich geht Dr. Derks in dieser Untersuchung von der ältesten Nennung im 11. Jh. aus und kommt zu dem Schluss, dass es sich bei „Ahtisberga“ um den Berg (Burg) eines Aht oder Ahti (Personenname) handelt, was altsächsisch ahton = überlegen, achten und althochdeutsch ahta = Erwägung, Wertschätzung bedeutet.

17. und 18. Jahrhundert

Die späteren Schatzungsregister (Steuerlisten) des Herzogtums Westfalen von 1685, 1717, 1759, 1773, 1779 und 1781 geben uns eine vollständige Übersicht über den Ort Echthausen. In diesen Listen sind alle zum Hof gehörenden Personen, Ehefrauen, sonstige Angehörige, Knechte und Mägde namentlich erfasst, neben den Bauern und Köttern auch die Beilieger. Das sind Familien, die in gewisser Abhängigkeit von den Bauern waren, vielfach Handwerker, wie zum Beispiel 1685 verzeichnet: Thonniß Schneider zu Echthaußen, bey Schwidtmann daselbsten wohnhafft, seines Handwercks Auch ein schneider, deßelben fraw, paup (arm) die alte Mutter miserabel (elend/ krank).
In der „Kopfschatzung“ 1717 werden zu Besteuerung nicht nur alle Personen über 12 Jahre namentlich genannt, sonder auch ihre Vermögensverhältnisse dargelegt und 1777 darüberhinaus auch die Namen und das genaue Alter der nicht verdienenden Kinder unter 12 Jahren.

1750 wurde Echthausen wegen seiner Abgelegenheit von umliegenden Dörfern, im Schatzungsregister als „abgelegenes Dorf“ bezeichnet. Fast 100 Jahre später jedoch, im Jahr 1845, wurde die Kreisstraße (heute Ruhrstraße) als Verbindungsstraße nach Wickede und Neheim errichtet.

Interessant ist die Schornsteinsteuer von 1759. Hier wurde die Steuer nach Schornsteinen und Feuer Herden erhoben. Aus dieser Liste ersieht man, dass außer Caspar Wilhelm von Schüngel alle anderen Häuser in Echthausen entweder nur 1 Schornstein, die meister aber 1 Feuer (offene Herdstelle) hatten. Stubenöfen gab es damals noch nicht.
Aus den Viehsteuerlisten von 1760 ergibt sich der jeweilige Viehbestand an Hornvieh, Schweinen, Schafen und Eseln. Es fällt auf, dass in den Viehsteuerlisten von 1773 und 1781 neben Kühen, Schweinen, Schafen und Ziegen auch Pferde verzeichnet sind. 1773 besaßen die Hofstellen König, Hertin, Hüttenberg, Gerd Luig, Caspar Schüngell, Rosenbaum, Bröker, Schmid, Fiddeler, Joan in der Becke, Gert Dreeß, Schäffer in der Becke, Frohne, Wilmes, Sprincke und Rüsewald je 1 Pferd, während die größeren Höfe mehr Pferde hatten: Nagell5, Schwidmann 5 Werth 4, Schottenröder 3 und Ohrmann 2 Pferde.
Im Mittelalter gehörte Echthausen zur Erzdiözese Köln. Der Erzbischof von Köln war auch Kurfürst und Herzog von Westfalen. Als Vertreter des Landesherren für das kurkölnische Westfalen residierte in Arnsberg ein Marschall oder Landesdroste. Sitz des Amtsdrosten war Werl.

Das Ende der kurkölnischen Zeit, die Jahrhunderte dauerte, kam 1802, als auf Druck Napoleons deutsche Fürsten für ihre an Frankreich abzutretenden linksrheinischen Gebiete durch säkularisierte Besitztümer entschädigt wurden. Die kirchlichen und klösterlichen Grundherrschaften gingen auf den Staat über. Die Hörigkeit der Bauern wurde aufgehoben. So kam damals das kurkölnische Herzogtum Westfalen (mit Echthausen) an Hessen-Darmstadt.
1750 wird Echthausen noch als „diversus pagus“ = abgelegenes Dorf, bezeichnet. Von Echthausen nach Neheim führte der Weg durch die Ruhrkämpe. Wolle man nach Werl, so ging oder fuhr man bei Ries (heute Altes Forsthaus) durch die Ruhr. Nach Menden ging der Weg am Immesbach durch den Hohlweg über den Echthauser Berg zur Hux Mühle und weiter über Werringsen durch den Mendener Wald.
Nach Voßwinkel ging es über die Heide durch die „Braiken“. Nach der Umpfarrung (1663) war das auch der Kirchweg für die Echthauser zur Pfarrkirche nach Voßwinkel. Zahlreiche Feldkreuze umsäumten diesen Weg.
Wegen seiner Unzugänglichkeit ist wahrscheinlich auch das Ruhrtal im Bereich von Echthausen im 30-jährigen Krieg (1618 – 1648) verschont geblieben, im Gegensatz zum nördlich gelegenen Hellweg, der Durchgangsstraße für fremde Heerzüge war. Dort ist immer wieder gebrandschatzt worden, ganze Dörfer, die heute vollkommen verschwunden sind, wurden dort niedergebrannt.
Zu Anfang des 19. Jh. hatten unsere Vorfahren dagegen schwere Zeiten durchzumachen, als das Ruhrtal von den Söldnerheeren Napoleons heimgesucht wurde. Teuerung und Hungersnot waren die Folgen des Raubens und Plünderns. Das letzte Stück Vieh wurden den Leuten aus dem Stall geholt. So wird berichtet, dass auf Schwidtmanns Hof in Echthausen (Schulte-Hölting) nur ein Hahn übrig blieb.
Nach dem Sieg über Napoleon fiel auf Grund der Beschlüsse des Wiener Kongresses das ehemalige Herzogtum Westfalen 1816 an Preußen. Jetzt wurden mit preußischer Gründlichkeit die Reformen erweitert, die Verwaltung gestrafft und Straßen und Schulen gebaut.
Die Wege in Echthausen waren damals noch sehr primitiv; sie entbehrten jeglicher Packlage. Die Kreisstraße (heute Ruhrstraße) wurde 1845 als Verbindungsstraße nach Wickede und Neheim gebaut. Eine nähere Verbindung nach Wickede gab es erst als die Eisenbahn (1873) gebaut wurde. Ende der 90er Jahre des 19. Jahrhunderts entstand dort die v. Lilien-Straße mit dem Fußweg entlang der Bahn über die Eisenbahnbrücke.

Echthausen nach 1900

Nach der Jahrhundertwende war Echthausen ein kleines friedliches Dörfchen mit alten Fachwerkhäusern, kleinen Bauerngärten und schönen Obstwiesen. Jedermann ging ungestört seiner Beschäftigung nach und es war schon überall ein gewisser Wohlstand festzustellen.
Dann kam der 1. Weltkrieg mit den Hungerjahren und nach dem Kriege der wirtschaftliche Zusammenbruch, Inflation und Arbeitslosigkeit. Aber das Leben im Dorf ging weiter. Wenn auch Hochwasser der Ruhr, Hitze und Dürre, aber auch verregnete Sommer in einigen Jahren der Ernte großen Schaden anrichteten, so ging es doch allmählich wieder aufwärts.
Im Winter 1918/ 19 bekam die Gemeinde elektrisches Licht. Den Strom lieferte die Stadt Fröndenberg und ab 1925 das Kreiselektrizitätswerk Arnsberg (heute die VEW). 1918 hatte der Besitzer des Gutes Feuerhake eine Privatwasserleitung gebaut, an der sich die Gemeinde durch Vertrag mit dem Nachbesitzter Baron v. Boeselager anschließen konnte. Zunächst wurde die neuerbaute Schule und bald auch der östlich davon liegende Teil der Gemeinde bis zur Talstraße mit Wasser versorgt.
1923 pachtete der Bauer Franz Rasche den im Ruhrtal gelegenen Grundbesitz des Gelsenkirchener Wasserwerks in einer Größe von 589 Morgen, wovon er an die Gemeindeeingesessenen 400 Morgen weiterverpachtete. Eine Pächtervereinigung, die sich gebildet hatte, bekam 251 Morgen, soviel Grund und Boden, dass sich fast jede Echthauser Familie eine Kuh halten konnte. Die große Kuhherde der sogenannten „Kleinen Leute“ weidete auf dem „Gemeindekamp“ im Ruhrfeld. Die Echthauser Bauern konnten durch Zupachtung ihre Betriebe vergrößern, aber auch für die Nebenerwerbsstellen und die übrigen Selbstversorger waren ausreichend landwirtschaftliche Flächen vorhanden. Diese Zeit, die mit dem Bau des Wasserwerks 1939 zu Ende ging, kam in landwirtschaftlicher Beziehung wohl als die Blütezeit der Gemeinde bezeichnet werden.
Der Bau des Wasserwerks, bei dem 3 Großbaufirmen mit über 200, zum größten Teil ausländischen Arbeitskräften, eingesetzt wurden, gab dem Dorf für einige Jahre das Gepräge. Mit der Ruhe und Beschaulichkeit war es vorbei. Wenn auch das Auge die saftigen Wiesen und Weiden und die fruchtbaren Äcker des Ruhrtales vermisste, so fügten sich doch nach 3 Jahren die fertiggestellten Anlagen sehr gut in das Landschaftsbild ein. Am 13. Januar 1942 wurde zum ersten Mal Wasser gefördert. Aber bald schon musste der Betrieb vorübergehend wieder eingestellt werden, weil die Anlagen bei der Möhnekatastrophe stark beschädigt wurden.

(Echthausen um 1900)

In der Nacht zum 17. Mai 1943 war durch feindliche Flugzeuge die Sperrmauer der Möhnetalsperre zerstört worden. Ein mehrere Meter hoher Wasserstrom wälzte sich durch das Ruhrtal und nahm alles mit, was im Wege stand. Die Eisenbahnbrücke wurde zerstört, 4 Wohnhäuser kamen zu Schaden, und 2 weibliche Personen, die sich in dieser Nach in Neheim und in Wickede aufhielten, ertranken in den Fluten. 96 Leichen wurden am Tage darauf auf Echthauser Gebiet geborgen, durchweg russische Arbeiter und Arbeiterinnen, die in Neheim in Wohnbaracken untergebracht waren.
Durch den Abwurf von Bomben wurden im Dezember 1944 zwei Wohnhäuser stark beschädigt, wobei ein Evakuierter aus Köln den Tod fand. Im April 1945 bekam Echthausen nochmal den ganzen Ernst des Krieges zu spüren, als zahlreiche Granaten im Dorf einschlugen. Der Ort lag 3 Tage unter feindlichem Artillerie- und Infanterie-Feuer. 2 Frauen wurden getötet und eine Anzahl Gebäude, darunter auch Kirche und Schule, wo das Lazarett für die verwundeten feindlichen Soldaten untergebracht war, schwer beschädigt. 3 Franzosen und 7 Russen kamen zu Tode. Am 14. April 1945 besetzten amerikanische Panzer und Infanterie-Einheiten den Ort. Da sämtliche Brücken gesprengt waren, kamen sie über die Heide aus Richtung Voßwinkel. In den ersten Tagen nach dem Kriege nahmen durchziehende Russen und Polen manches mit, was nicht niet- und nagelfest war, Textilien, Lederwaren, Uhren und auch Lebensmittel. Vor Plünderungen größeren Ausmaßes ist Echthausen aber verschont geblieben.
1944 und Anfang 1945 waren viele Flüchtlinge und Ausgebombte aus dem Rheinland, sowie aus Essen und Dortmund nach Echthausen evakuiert, die aber bald nach dem Kriege wieder versuchten, in ihre alte Heimat zu gelangen. Dazu kamen dann die Flüchtlinge und später die Vertriebenen, die ihre Heimat zwangsweise verlassen mussten.
Mit dem Bau der Wasserleitungen wurde in Echthausen im Sommer 1946 begonnen und schon bald darauf waren alle Einwohner – die meisten hatten bis dahin das Wasser durch eine handbetriebene Pumpe oder mit Kette und Eimer aus dem eigenen Brunnen geschöpft – an die Versorgungsleitungen des Gelsenkirchener Wasserwerkes angeschlossen.
Durch den Zustrom der Flüchtling und Ostvertriebenen war eine große Wohnungsnot entstanden. Bald entwickelte sich eine rege Bautätigkeit. Fühlbare Entlastung brachten 1953 29 Siedlungshäuser, die auf der Marienhöhe entstanden und auch die Siedlung an der heutigen Ruhrstraße am Ortsausgang nach Wickede mit insgesamt 16 Häusern. Dazu kam später die Bebauung im Schotenroer und in der Talstraße.

Der Fortschritt zeigte sich auf allen Gebieten: Neue Straßen wurden gebaut, Echthausen erhielt eine Kanalisation und eine moderne Straßenbeleuchtung. 1948 entstand in Eigeninitiative der Sportler der auf der Marienhöhe am Walde gelegene schöne Sportplatz, 1949 die Schützenhalle, die 1951 von der politischen Gemeinde übernommen und in den späteren Jahren als Gemeindehalle ausgebaut wurde. 1959 wurde auf dem Kommunalfriedhof eine den dörflichen Verhältnissen angepasste Aussegnungshalle gebaut und 1964 an der Weststraß das moderne Feuerwehrgerätehaus mit Dienstwohnung.
Die Verwaltung der Gemeinde
Echthausen gehörte bis 1837 zur Bürgermeisterei Neheim, davor zum Amt Menden und zum Amt Werl. 1837 wurde das Amt Hüsten gebildet, zu dem die Gemeinde bis zur kommunalen Neugliederung im Jahre 1969 gehörte. Ab 1844 gab es eine Gemeindeverfassung.
Gemeindevorsteher – sie hießen 1933 Gemeindeschulze und ab 1935 Bürgermeister – waren:
vom 23.4.1844 – 6.5.1852 Heinrich Nagel, vom 7.5.1852 – 2.10.1860 Peter Schmidt, vom 27.101860 – 25.11.1867 Heinrich Nagel, vom 26.11.1867 – 7.1.1887 Friedrich Schulte (Rosenbaum), vom 8.1.1887 – 31.3.1914 Friedrich Schmidt, vom 1.4.1914 – 8.7.1917 ten Hompel (Gutsbesitzer), vom 9.7.1917 – 15.4.1925 Clemens Siepmann, vom 16.4.1925 – 4.11.1948 Franz Rasche, vom 5.11.1948 – 7.3.1969 Wilhelm Vogt und danach bis zum 30.6.69 Alfons Henke.
Am 1.7.1969 wurde Echthausen durch das Neugliederungsgesetz ein Ortsteil der Gemeinde Wickede (Ruhr). Alfons Henke wurde Ortsvorsteher, ab 16.10.1984 Alfons Peck und seit dem 17.10.1989 Franz-Josef Abendroth.
Einwohnerzahlen
um 1700 hatte Echthausen 200 Einwohner, 1845 – 297, 1875 – 364, 1900 – 393, 1915 – 425, 1925 – 503, 1930 – 546, 1935 – 565, 1940 – 672, 1945 – 684, 1950 – 930, 1955 – 1054, 1960 – 1096, 1965 – 1151 und am 30.06.1969 hatte Echthausen 1146 Einwohner.

Echthausen heute

Echthausen liegt langgestreckt am Berghang, der aus der Ruhrtalebene 130 m über NN zum Wester- und Osterberg mit 240 m ansteigt, gehört mit seinen schönen Wohngebieten von Wäldern eingerahmt, topografisch zum Niedersauerland und hat heute 1581 Einwohner. Nicht nur das Schützenfest, sonder auch eine von den dörflichen Vereinen getragene Karnevalsfeier, sowie Sportfeste, Gesangsfeste, Feuerwehrfeste und viele andere Veranstaltungen sorgen für Abwechslung und fördern die Dorfgemeinschaft. Kirchliche Organisationen und die Vereine haben kulturell und sportlich Vieles zu bieten.

 

Die Kath. Frauengemeinschaft mit eigener Missions- und Bastelgruppe und einem Singekreis bemüht sich in den letzten Jahren verstärkt um die Erwachsenenbildung. Der Männergesangverein MGV Cäcilia, der mit seinem Chor bei eigenen Konzerten und auf auswärtigen Sängerfesten schon auf sich aufmerksam gemacht hat, bringt musikalische Grüße bei besonderen Geburtstagen, Jubiläen und anderen Veranstaltungen.

Der Turn- und Spielverein umfasst nicht nur den mittlerweile sehr erfolgreichen Fußballbereich, sondern auch eine sehr aktive Damen-Volleyballabteilung. Bereits im Jah 2001 wurde die neue Sporthalle an der Westerheideschule gebaut. Im Jahre 2008 konnte der mit viel Eigenleistung erstellte neue Kunstrasenplatz eingeweiht werden.

Die Schießsportgruppe (SSG) St. Vinzenz Echthausen, die sich in Eigenleistung ein eigenes Schießheim baute, tritt neben eigenen Vereinsmeisterschaften der Sportschützen bei Runden-Wettkämpfen und bei Kreis- und Bezirksmeisterschaften erfolgreich auf den Plan.  Der Sauerländische Gebirgsverein, bei dem natürlich das Wandern und das Markieren von Wander- und Rundwegen im Vordergrund steht, bietet Vortrags- und Lichtbilderabende, Busfahren mit Exkursionen und auch gemütliche Zusammenkünfte.
Die im Dienste der Bevölkerung stehende Löschgruppe der Freiwilligen Feuerwehr mit der Jugend- und Altersabteilung stellt sich auch ihren vielfältigen Aufgaben und ebenfalls die Siedlergemeinschaft, die Ihre Mitglieder in Fragen des Siedlerrechts berät und mit Referaten über Versicherungsschutz, Baumschnitt usw. informiert.  Vor 10 Jahren wurde der Musikverein Echthausen gegründet der zu einer Vielzahl von Veranstaltungen spielt und auch en regelmäßiges Frühlingskonzert in der Gemeindehalle veranstaltet.

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