27.04.2011 Alter Brauch von der Echthauser Bruderschaft zum Leben erweckt

Südafrika liegt weit entfernt von Echthausen. Doch dort spielte die deutsche Nationalelf pünktlich zum Schützenfest in Echthausen im letzten Jahr gegen Argentinien

Die Schützen machten aus der Not eine Tugend und feierten ein schwarz-rot-goldenes Jubel-Schützenfest mit einem tollen Königspaar, das sowohl im Zeichen des Fußballs, gleichzeitig aber auch im Zeichen von „Glaube, Sitte, Heimat“ stand. Das Königspaar Hans-Werner und Monika Belz ließ sich von den Echthauser St. Vinzentius-Schützen feiern. Zusammen mit ihrem jungen Hofstaat sorgte das Regentenpaar für Super-Stimmung während der drei tollen Tagen. Jetzt wird der Blick nach vorne gerichtet. In Echthausen wird vom 2. bis zum 4. Juli Schützenfest gefeiert. Schützen-Oberst Gerhard Beckenbauer und sein Vorstandsteam freuen sich schon auf die diesjährige Ausgabe. Nach der Prinzenproklamation am Schützenfest-Samstag marschieren die Vinzentius-Schützen traditionell vom Spielplatz zur Gemeindehalle, wo der neue König dann stets euphorisch empfangen und frenetisch gefeiert wird. Prachtvoll ist der große Umzug des Königspaares mit Hofstaat durch den Ortskern. Im vergangenen Jahr ließ der Spielmannszug eine alte Tradition aufleben. Der alte Brauch der „Reveille“, also des frühmorgendlichen Weckens, war lange Zeit verwaist. Ab 6 Uhr morgens fuhren die Musiker auf einem Anhänger durch das Dorf und gaben dem König, dem Oberst und weiteren Schützen zünftige Ständchen. Ursprünglich wurzelt die „Reveille“ in einem militärischen Weckruf. Frühmorgens zogen die Regimentstrompeter durch die Unterkünfte und weckten die Mannschaften mit einem Trompetensignal auf. Die Schützenbruderschaft wandelte diesen militärischen Brauch vor Jahrzehnten in eine Ehrenbezeugung gegenüber verdienten Mitgliedern, aber auch nicht der Bruderschaft angehörenden Personen um.

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