Königshochzeit in Wimbern

Alles Daumen drücken half nichts. Kein Festzug am Sonntag! Wieder fiel der Festzug ins Wasser, wieder spielte sich der Sonntag komplett in der Halle ab. Und wieder war es ein schöner Nachmittag…

Doch damit nicht genug für das Nervenkostüm von Brudermeister „Gerry“ Schulte. Das Vogelschießen in Wimbern war in diesem Jahr wirklich filmreif. Untensthend der ausführliche Bericht zu diesem Spektakel. Wir gratulieren Dennis und Sabrina natürlich herzlich zu beiden Ererignissen und freuen uns auf Ihren Besuch auf unserem Schützenfest.

Königin Sabrina ist  auch in Echthausen keine Unbekannte, war sie doch bereits vor 11 Jahren die  Schützenkönigin unserer Bruderschaft.  Damals an der Seite von Schützenkönig Frank Hoffmann.

Hier also der Bericht aus dem Soester Anzeiger vom 05. Juni 2012

Im Hafen der Ehe und im Himmel der Schützen

WIMBERN ▪ Hollywood in Wimbern. Als Dennis Fechner seine Liebste fragte, ob sie seine Königin sein wolle, wenn er den Vogel abschieße, stellte Sabrina Lüngen eine filmreife Bedingung: „Erst heiratest Du mich, dann kannst Du den Vogel abschießen“. Und damit kam es erstmals in der Schützengeschichte wohl ganz Südwestfalens dazu, dass unter Wimberns Vogelstange gleichzeitig auch Hochzeit gefeiert wurde

Dabei schien das Fest am Morgen zunächst seinen ganz normalen Gang zu nehmen. Der Tag startete mit einem sehr gut besuchten und harmonischen Dorffrühstück für die große Schützenfamilie. Anschließend hielten die Geistlichen Pastor Dr. Klein und Präses Pfarrer Heribert Ferber in der Halle die Andacht – und dann wurde es ernst. Und das im Sinne des Wortes, denn Dennis Fechner, der von Anfang an beim Schießen mit dabei war, sah sich plötzlich von seiner Jugendliebe vor die Wahl gestellt: Entweder ganz oder gar nicht. Sie werde nur dann seine Schützenkönigin sein, wenn sie auch mit Ring und Trauschein seine Herzenskönigin würde.

Dennis Fechner fackelte nicht lange. Und so sah man einen zukünftigen König und Ehemann, der während des Vogelschießens zwischendurch immer wieder telefonieren musste, um die Verwandtschaft zusammen zu trommeln.

Aus Brakel in Ostwestfalen und Garbeck bei Balve machten sich kurz darauf zwei Konvois auf in Richtung Wimberner Schützenplatz. Dort hatte sich die doppelte „Titelanwartschaft“ natürlich schon herumgesprochen. Und Wimberns Schützenvorstand zeigte Herz. Kurzerhand akzeptierte man die entsprechend längere Wartezeit, in der sich auch das Regionalfernsehen nach Wimbern auf den Weg machte.

Bevor schließlich der letzte Schuss auf den zähen Adler abgegeben werde konnte, musst das Braut- und Königspaar in spe noch schnell ins Rathaus, um einige Formalitäten zu klären. Auch Bürgermeister Arndt und Standesbeamtin Regis Backs zeigten sich flexibel und machten die überaus kurzfristige Trauung möglich.

So kam es schließlich dazu, dass unmittelbar nach dem 283. Schuss das Festvolk nicht nur ein neues Königspaar bejubelte, sondern direkt im Anschluss bei der Trauung in der Halle auch zwei frisch gebackene Eheleute.

Auch Schützen-Frontmann „Gerry“ Schulte musste zugeben, dass dieses Schützenfest mit seinem ganz besonderen Verlauf wohl einzigartig ist. „Die heutigen Umstände waren geeignet, dem schwachen Herzen eines Brudermeisters den Rest zu geben“, schmunzelte er in seiner Grußrede.

Dem turbulenten Geschehen schloss sich am Abend eine ebenso ausgelassene Fete mit der „Jörg Krause Band“ in der Halle an, bei der das Königspaar immer wieder und gleich in doppelter Hinsicht Glückwünschen entgegen nahm

 

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