Aktuelles vom Kreisschützenbund Arnsberg

Kreisschützenfest und Schützenfeste 2014 gehören der Vergangenheit an. Da bietet sich die Gelegenheit für einen Ausblick auf grundsätzliche Themen, die aktuell und auch künftig in den Schützenbruderschaften diskutiert werden.Kreisschützenfest und Schützenfeste 2014 gehören der Vergangenheit an. Da bietet sich die Gelegenheit für einen Ausblick auf grundsätzliche Themen, die aktuell und auch künftig in den Schützenbruderschaften diskutiert werden.

Die Westfalenpost sprach mit Dietrich-Wilhelm Dönneweg, Kreisoberst des Kreisschützenbundes Arnsberg.

Schützenvereine, -bruderschaften und -gesellschaften haben sich nicht nur Schützenfeste auf die Fahnen geschrieben. Die Schützen engagieren sich zusätzlich in ihrem so-zialen Umfeld und im Speziellen für die Ortsgemeinschaft oder karitative Einrichtungen. Doch auch vereinspolitisch müssen sich die Schützen für die Zukunft rüsten. Für sie ist es ein sehr wichtiges Thema. „Die Schützen müssen sich für Neues öffnen und sie sollten sich zusätzlich mit anderen Schützenvereinigungen und Vereinen vernetzen. Persönliche Eitelkeiten dürfen da keine Hinderungsgründe sein“, betont Dönneweg.

Jedes Schützenfest hat seinen eigenen Charakter, den man auch beibehalten sollte. Ideen und ­Ressourcen anderer Vereine, die zur Attraktivitätssteigerung des Festes führen, sollten dennoch genutzt werden – ohne das gleich ein Copyright darauf gestempelt wird. Es geht schließlich um die Zukunft der Schützengemeinschaften.  Satzungen nicht in Stein gemeißelt

„Dazu gehört vielleicht auch die Änderung von so mancher Vereinssatzung“, so der Kreisoberst. Als Beispiel nannte er den muslimischen Schützenkönig von Werl, Mithat Gedik. Sein „Fall“ führte zu Auseinandersetzungen, da er in seinem christlichen Schützenverein den Schützenvogel von der Stange schoss. Der Dachverband BHDS wollte ihn wegen seines Glaubens anfangs nicht akzeptieren.
Weltoffenheit ist gefragt

Fakt für den Sauerländer Schützenbund ist jedoch, dass er eine andere Auffassung hierüber hat und dieses mit dem christlichen Glauben übereinander gebracht werden muss. Schützen, und hier insbesondere Königsanwärter, müssen sich mit der Satzung identifizieren und nicht negativ über den christlichen Glauben reden. Man ist nun einmal eine christliche Gemeinschaft, und das ist nicht wegzudiskutieren. „Es muss nicht jeder Königsanwärter vor der Schussabgabe die Mitgliedschaft einer christlichen Gemeinschaft vorlegen. Was ist mit Schützen, die aus der Kirche ausgetreten sind?“, fragt sich Dönneweg.

Die Schützen müssen hier welt­offen sein, die Integration voran treiben, über den Tellerrand blicken und dieses klar in ihrer Satzungen zum Ausdruck bringen. Er weiß, dass in vereinzelten Vereinen die Personaldecke für Schützenkönige in nächster Zeit dünner wird.

Aus Gesprächen hörte er, dass einige Vereine das Thema Satzungsänderung in ihren nächsten Mitgliederversammlungen auf der Tages-ordnung stehen haben. Seiner Meinung nach, werden dadurch Traditionen und die Schützen-Schlagwörter von „Glaube“, „Sitte“ und „Heimat“ nicht vernachlässigt.

Erfreut ist der Kreisoberst darüber, dass es wieder viele junge Schützenkönigspaare in den Vereinen gibt: „Fast alle konnten wir während des Festzuges beim Kreisschützenfest in Arnsberg sehen, so wie das Kreiskönigspaar Tim Eichhorn und Stefanie Höltke.“ „Auch die WP-Schützenkönigin 2014 von der Schützenbruderschaft St. Antonius Langscheid/Sorpesee, Anna Kampmann, war dabei. „Da wusste sie noch nichts von ihrem Glück“, grinst Dönneweg.

Er lobt die Jugendarbeit so mancher Vereine. „Gerade in den kleineren Ortschaften haben sich in den vergangenen Jahren viele Jugendliche den Schützenvereinen angeschlossen. Einige Vorstände haben es gut verstanden, sie sofort in die Vorstandsarbeit zu integrieren und Vorschläge aus den jungen Reihen umgesetzt“, weiß Dönneweg. Ein weiteres Thema wird die Größe des Schützenvogels werden.
Hürden aus Reihen der Bürokratie

Der Prozess zur Evaluierung der Materialdicke der Vogelziele beim Vogelschießen läuft zurzeit im Bundesministerium des Inneren mit verschiedenen Verbänden. „Warten wir es ab, was für teure Erschwernisse die Damen und Herren der Bürokratie uns auf den ehrenamtlichen Tisch legen werden“, so der Kreisoberst. Eine kam schon in den vergangenen Tagen: Schießstände dürfen ab 2015 nur noch von vereidigten Sachverständigen überprüft werden.

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